- Rupert Grint: Ich wurde gemobbt
Rupert Grint, 25, scherzte, dass er es aufgrund seiner Haare in der Schule schwer hatte, Freunde zu finden. Der Kinostar („Into the White“) wurde durch seine Rolle als Ron Weasley in den „Harry Potter“-Filmen und seine roten Haare weltberühmt. Über die Jahre bekam er durch seinen Schopf ein paar Spitznamen verpasst – hauptsächlich von Klassenkameraden. „Ich habe keinen normalen [Spitznamen], aber ich hatte in der Vergangenheit ein paar“, gestand er gegenüber dem „Empire“-Magazin. „Es waren alles Variationen von „Rotfuchs“ und „fuchsrotes Schamhaar“. Das war beliebt. Vielleicht war das Mobbing. Ich nehme es an. Ich ging auf eine reine Jungenschule und war der Einzige mit roten Haaren. Es war schwer, Freunde zu finden!“ Außerdem sei es schwer gewesen, mit den öffentlichen Transportmitteln zur Schule zu fahren, weil seine Mähne wie ein „Leuchtfeuer“ herausstach. Heutzutage kann sich Rupert trotzdem über eine tolle […]
- Oster-Angebote-Woche: Amazons Blitzangebote im Überblick
Die großen Online-Händler locken inzwischen täglich mit Sonderpreisen. Da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Denn diese verteilen sich über mehrere Seiten, werden teilweise so platziert, dass die Aufmerksamkeit auch auf normale Angebote fällt oder nur eine umfangreichere Recherche zeigt, dass es dann doch noch billigere Anbieter gibt. WinFuture.de-Leser haben diese Probleme nicht. Auf dieser Seite präsentieren wir täglich ausgewählte Schnäppchen aus den Bereichen Hardware, Film & TV, Spiele & Software sowie ausgewählten Produkten des täglichen Bedarfs. Wie hoch die Ersparnis zum Straßenpreis wirklich ist, verrät ein Blick auf die jeweilige Preisvergleich-Box. Tipp: Mit unserem Widget hast du die Möglichkeit diese speziellen Angebote auf deiner Website oder deinem Blog einzubinden. Durch den direkten Vergleich zum Straßenpreis ergibt sich ein echter Mehrwert für deine Besucher und über die Teilnahme am Amazon-Partnerprogramm lässt sich ggf. der eine oder andere Euro […]
- So geht Wearable: Designerin klont Bezahl-Karte im Fingernagel
Eine angehende Schmuck-Designerin aus London hat jetzt praktisch demonstriert, das mobile Bezahlvorgänge wesentlich sinnvoller umsetzbar sind, als mit dem geradezu krampfhaften Versuch der Industrie, die Funktionen von Bankkarten in das Mobiltelefon zu verlagern. (Foto: Lucie Davis)Letzteres bringt in dem Augenblick, in der der Nutzer an der Kasse steht, kaum einen praktischen Vorteil. Statt einer Plastikkarte muss nun das Smartphone aus der Tasche geholt werden. Dieses ist vielleicht etwas leichter erreichbar, aber grundsätzlich ändert sich wenig. Das dürfte auch der Grund sein, warum sich das Verfahren in der Praxis dann doch nur sehr schleppend durchsetzt. Die Londonerin Lucie Davis wollte hier einen deutlichen Schritt weitergehen und überlegte, welche Möglichkeiten Wearable-Technologie letztlich haben kann. Mit etwas Bastelarbeit schaffte sie es, die Oyster Card, mit der in der britischen Hauptstadt die Nutzung des Nahverkehrs abgerechnet wird, umzugestalten. RFID-Chip befreiht Davis kann ihre Fahrten […]
- Rita Wilson ? Schock-Diagnose Krebs!
?Mit der Unterstützung meines Mannes und der Liebe meiner Familie habe ich mir letzte Woche beide Brüste abnehmen lassen?, erklärt Schauspielerin Rita Wilson in einem persönlichen Statement gegenüber dem People Magazin. Rita Wilson und Tom Hanks sind seit 1988 verheiratet. Bei der Ehefrau von Tom Hanks wurde ein Krebsgeschwür entdeckt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: ?Ich bin auf dem Weg der Besserung und ? was viel wichtiger ist ? es wird erwartet, dass ich wieder vollkommen gesund werde.? Nur durch eine regelmäßige Kontrolle konnte Schlimmeres verhindert werden. Denn Rita hatte Glück im Unglück und bekam sehr früh ihre Diagnose. Jährlich geht die 58-Jährige zur Mammografie. Dabei wird das Brustgewebe auf eventuelle Karzinome untersucht. Auch bei Rita wurde ein Geschwür festgestellt. Jedoch meinte ihr damaliger Arzt, dass dies kein Grund zur Sorge sei. Eine Freundin riet ihr daraufhin jedoch, […]
- Volksbegehren gegen Tempelhof-Bebauung in Berlin erfolgreich
Die Gegner von Wohnungsbau auf dem Tempelhofer Flugfeld haben einen ersten Erfolg errungen. Foto: Florian Schuh/Archiv© DPA Berlin – Die Berliner können nach einem erfolgreichen Volksbegehren selber über die Zukunft ihres riesigen Freizeitgeländes auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof entscheiden. Eine Bürgerinitiative sammelte 185 328 gültige Unterschriften gegen die Pläne des rot-schwarzen Senats, der an den Rändern des Tempelhofer Feldes Wohnhäuser bauen will. Das Ergebnis des Volksbegehrens gab die Landeswahlleitung am Dienstag in der Hauptstadt bekannt. Der Senat will mit dem Neubauprojekt die Wohnungsnot in der Hauptstadt lindern. Die Gegner einer Bebauung des Tempelhofer Feldes haben damit die Hürde für einen Volksentscheid geschafft, der bis Ende Mai ansteht. Die Bürgerinitiative teilte mit, sie wolle eine solche Abstimmung am Tag der Europawahl am 25. Mai erreichen. Das 386 Hektar große Areal mit stillgelegten Start- und Landebahnen nutzen viele Hauptstädter in ihrer Freizeit […]
- Kuriose Idee: Riff – Facebooks App für virale Gemeinschaftsvideos
Facebook Riff heißt eine neue App, die unter dem Label des sozialen Netzwerks veröffentlicht wurde. Sie entstand auf Initiative einiger Mitarbeiter, die ein Video-Tool erstellen wollten, mit dem man virale Video-Ketten erstellen kann. Die Idee kam so gut an, dass Facebook den Angestellten freie Hand gab und die Arbeiten an der kreativen App unterstützte. Herausgekommen ist jetzt eine App für und eine für Android von den Facebook Creative Labs. Die Verbindung zu einem Facebook-Account ist von Nöten, wenn man die App nutzen möchte. Mit „Riff“ sollen Nutzer kurze Videosequenzen mit Schlagworten versehen und auf die Reise schicken. Der nächste Riff-Nutzer antwortet mit einem weiteren Clip und hängt ihn einfach an das Original-Video an. Somit soll eine Kette entstehen, die immer weiter anwächst und so Nutzer verbindet. Die Macher von Riff sehen das Potential der App zum einen bei Marketing-Aktionen. Egal […]
- Karrieremessen 2014
Auszubildende und Ausbilder vertreten die Hansgrohe Talentschmiede auf Berufsinfoveranstaltungen (rechtes Bild v. l.): Stefanie Dold, Markus Himmelsbach, Clarissa Lehmann und Lisa Neumaier. Ausbildungsteam der Hansgrohe Talentschmiede schließt Frühjahrstour erfolgreich ab Mit der Berufsinfomesse (BIM) in Offenburg schloss die Hansgrohe SE ihre Frühjahrstour 2014 im Mai erfolgreich ab. ?Mit drei Hochschul- und zwei Berufsinfomessen, auf denen wir Hansgrohe als Ausbildungsbetrieb vorgestellt haben, leisteten wir wieder einen wichtigen Beitrag für das Ausbildungs- und Hochschulmarketing?, sagt Clarissa Lehmann, Leiterin kaufmännische Ausbildung und Hochschulmarketing beim Schwarzwälder Sanitärspezialisten. Während der Messen kamen mehrere Hundert Interessenten an den Hansgrohe Stand, um sich über die verschiedenen Berufsbilder, Studiengänge und Praktika im In- und Ausland zu informieren. ?Wir führen jetzt bereits die ersten Vorstellungsgespräche für den Ausbildungsbeginn 2015?, so Lehmann. Ansturm am Hansgrohe Messestand Sie hebt die tatkräftige Unterstützung der Hansgrohe Azubis hervor, für die es oftmals ein […]
- Senf dazu: House of Cards, 3. Staffel und warum Geld nicht stinkt
Seit Monaten schon freuen sich Netflix-Abonnenten auf der ganzen Welt auf die dritte Staffel der preisgekrönten Politserie House of Cards. Auf der ganzen Welt? Nein, ein gar nicht so kleines „germanisches Dorf“ leistet Widerstand, denn hierzulande „gehört“ die Serie dem Abo-Sender Sky. Season 3 von House of Cards, die Eigenproduktion des Streaming-Senders Netflix, ist ab heute auch in Deutschland verfügbar, aber nicht dort, wo man sie eigentlich erwarten könnte: Denn hierzulande hat seit der ersten Staffel der Abo-Sender Sky die Rechte an der Serie, die die Machenschaften von Frank Underwood, dem brillant von Kevin Spacey gespielten skrupellosen US-Politiker, erzählt. Der Streaming-Sender, der seit dem vergangenen Herbst auch in Deutschland verfügbar ist, gilt bei vielen als Hoffnungsträger in Sachen TV-Inhalten. Auch wir haben im vergangenen September bei unserem Netflix-Test gewisse Parallelen zu Spotify gezogen. Der Vergleich hinkt aber bekanntermaßen, da es […]
- Chris Pratt: Selfie-King
13. Februar 2014 23:30 Chris Pratt © CoverMedia Hollywood-Schnuckel Chris Pratt weiß, was ein perfektes Selfie-Bild braucht ? und was nicht Chris Pratt, 34, weiß, wie man sich auf einem Selbstportrait am besten darstellt und sagte, dass man auf einem solchen Selfie niemals zu „selbstbewusst“ aussehen darf. Weil er so ein Bildermacher-König ist, gab der Leinwandstar („Fast verheiratet?) nun preis, was ein solches Bild perfekt macht. Er muss es wissen, schließlich ist der Darsteller für sein gutes Aussehen sowie sein Schauspiel-Talent bekannt. Kein Wunder also, dass er seine Schokoladenseite kennt. Während eines Gesprächs mit „MTV News“ teilte er seine Dos und Dont“s für das perfekte Bild mit. „Es ist wichtig, auf das eigene Bild im Telefon zu schauen, als Augenkontakt mit sich selbst aufzunehmen“, sagte der Hollywood-Star, während er dabei auf ein Oben-ohne-Bild von sich selbst zeigte. „Andernfalls sieht man zu […]
- Outlook.com: Nachrichtenverlauf wird abgeschafft
Vor etwas mehr als einem Jahr hat Microsoft die Webversion seines Maildienstes gestartet: Die Arbeit an Outlook.com ist aber naturgemäß noch nicht abgeschlossen. Im Herbst wird ein Feature gestrichen, das aber ohnehin wenig bekannt ist. Der Großteil der Nutzer hat den so genannten Nachrichtenverlauf zwar wohl ohnehin nicht genutzt, jene, die es getan haben, müssen ab Herbst darauf verzichten. Wie das Blog LiveSide (via Neowin) berichtet, haben Nutzer von Outlook.com eine E-Mail erhalten, in der sie über das bevorstehende Aus informiert werden. Einen genauen Termin hat das Redmonder Unternehmen dabei nicht bekannt gegeben. Die Funktion erlaubte es bisher, in einem eigenen Ordner den gesamten Messaging-Verlauf zu speichern, unterstützt wurden dabei Dienste wie Microsofts eigener Messenger, der Facebook-Chat sowie Google Talk. Als Grund für das Entfernen des Ordners nannte Microsoft die Implementierung von Skype-Chat-Nachrichten in Outlook.com, genauer erläuterte man diese Entscheidung […]
Deutsche Küche: Echte Hausmannskost auf vegetarisch
Gründe, Vegetarier zu sein oder zu werden, gibt es viele. Zwei davon, die vergleichsweise selten genannt werden, sind die Freude an gutem Essen und die Begeisterung für traditionelle Gerichte. Und doch waren es genau diese beiden, die den Autor Stevan Paul dazu bewogen haben, althergebrachte und fleischlose Speisen aus ganz Deutschland aufzuspüren und in seinem neuen Buch „Deutschland Vegetarisch“ zusammenzufassen. Geordnet nach Jahreszeiten präsentiert der gelernte Koch darin eine Sammlung von nur vereinzelt abgeänderten Rezepten, die wunderbar belegen, dass sich die deutsche Küche sehr gut darin versteht, ohne Fleisch auszukommen. Und dass man selbst an den zahlreichen fleischlosen Tagen vergangener Zeiten auch hierzulande alles andere als genussfeindlich lebte.
Welt am Sonntag: Herr Paul, Sie sind kein Vegetarier und haben dennoch ein vegetarisches Kochbuch geschrieben. Warum? Etwa deswegen, weil Vegetarismus und vegetarische Kochbücher zurzeit gar so stark im Trend liegen?
Stevan Paul: Also es stimmt, dass ich kein Vegetarier bin. Aber ich finde den vegetarischen Gedanken sehr wichtig und glaube, es würde Sinn haben, weniger Fleisch zu essen. Nur kann man den Menschen nicht sagen, esst weniger Fleisch, und sie dann im Flur stehen lassen, sondern muss ihnen Tipps geben, wie sie auch ohne Fisch und Fleisch genussvoll essen können. Außerdem erkenne ich im Vegetarismus schon lange keinen Trend mehr, sondern etwas, das zukunftsweisend ist und in unsere Alltagskultur einfließen sollte ? was zum Teil schon passiert ist.
Welt am Sonntag: Was ist denn so wichtig am vegetarischen Gedanken?
Paul: Wichtig ist der Gedanke im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltschutz, aber vor allem, weil wir damit vielleicht wegkommen könnten von dieser furchtbaren Massentierhaltung, die nur schlechtes Billigfleisch erzeugt. Das braucht doch kein Mensch.
Welt am Sonntag: Aber Massentierhaltung gibt es ja auch für Legehühner und Milchkühe, also wäre es in diesem Sinne doch konsequent, auch auf Eier und Milch zu verzichten und Veganer zu werden. Oder aber ein veganes Kochbuch zu schreiben.
Paul: Da haben Sie schon recht. Aber jede kleine Schraube, die man dreht, ist hilfreich, man kann doch nicht, nur weil im Gesamten sowieso alles so schwierig wird, einfach sagen: Na gut, machen wir gar nichts und einfach so weiter wie bisher.
Welt am Sonntag: Stimmt. Nur können Sie das einem Veganer kaum vorwerfen.
Paul: Ich muss zugeben, dass ich mir mit Veganismus etwas schwertue. Ich bin Koch, Kulinariker und Genießer, da ist der Veganismus nicht unbedingt eine Lebensform, in der ich mich sehr wohlfühle. Noch dazu, wo er oft sehr ideologisiert daherkommt. Mit vegetarischer Küche habe ich mich aber schon länger auseinandergesetzt, habe eine App mit vegetarischen Gerichten namens „go veggie“ herausgebracht und als Autor an Tim Mälzers vegetarischem Kochbuch „Greenbox“ mitgearbeitet.
Welt am Sonntag: Und wie sind Sie auf die Idee gekommen, die vegetarischen Gerichte in der klassischen deutschen Küche zu suchen? Etwa deswegen, weil auch die Heimatküche im Trend liegt und sie so zwei Trends mit einem Streich bedienen konnten?
Paul: (lacht) Es hat eben alles seine Zeit. Auch mit deutscher Küche beschäftige ich mich schon seit Längerem. Seit vielen Jahren etwa schreibe ich eine Kolumne für das Magazin „Effilee“, die sich Herrn Paulsens Deutschstunde nennt, in der ich Gerichte der deutschen Küche erforsche. Und erkläre, wie sie gemacht werden und wo sie herkommen. Ich war also einfach der richtige Mann für die Aufgabe. (lacht)
Welt am Sonntag: Bei deutscher Küche denkt man aber nicht unbedingt an fleischlose Gerichte. Also woher die Idee?
Paul: Katharina Seiser, die Herausgeberin des Buchs, hat bereits im Vorjahr zusammen mit dem Koch Meinrad Neunkirchner ein Buch mit dem Titel „Österreich vegetarisch“ herausgegeben. Das habe ich mir sofort gekauft, war davon begeistert und dachte mir: Mensch, die Österreicher haben’s drauf, das müsste man hier auch machen. Denn wenn es bei uns um fleischlose Ernährung geht, dann kommt immer sehr schnell die asiatische oder die indische Küche ins Spiel, was zwar sehr schön ist. Aber wir haben doch auch eine wunderbare Küche, die sehr, sehr lange überwiegend vegetarisch war und für die wir uns nicht zu verstecken brauchen.
Welt am Sonntag: Es gibt also tatsächlich so etwas wie eine traditionelle vegetarische Küche in Deutschland?
Paul: Erstaunlicherweise ja. Ich konnte es anfangs auch nicht glauben, hatte aber dann sehr großen Spaß daran, solche Gerichte aus den Archiven herauszusuchen und zusammenzufassen. Denn diese Fleisch- und Wurstküche, mit der man die deutsche Küche allgemein, aber auch und vor allem im Ausland in Verbindung bringt, ist in Wahrheit erst in den 50er- und 60er-Jahren entstanden, bis dahin waren wir ein Armeleuteland mit Bergbau, Landwirtschaft, etwas Fischerei. Und dazu mit einer Armeleuteküche, in der Fleisch ? mit Ausnahme von Speck, der immer wieder auftaucht ? eine reine Sonntagsangelegenheit war. Dementsprechend groß war auch der Schatz, auf den ich gestoßen bin.
Welt am Sonntag: Nun könnte man annehmen, dass sich davon vieles für den heutigen Geschmack nicht so sehr eignet. Oder doch?
Paul: Es stimmt, dass ich einiges etwas verändern musste, um es ein wenig schlanker zu machen und an den Geschmack von heute anzupassen. Aber natürlich habe ich schon auch gerne in Butter und Sahne gebadet. Also den warmen, würzigen Geist der deutschen Küche bewahrt und nur dort Veränderungen angebracht, wo ich es für wichtig und richtig empfand.
Welt am Sonntag: Beim Labskaus aber haben Sie gleich völlig auf Fisch und Fleisch verzichtet.
Paul: Ja, das stimmt, da habe ich mir etwas mehr Freiheit erlaubt. Die Heringe fanden schon die Matrosen blöd, und das Fleisch habe ich auch weggelassen. Dafür war das Resultat wirklich erstaunlich. Zudem muss man sagen, dass es so etwas wie ein Originalrezept für sehr viele dieser alten Gerichte gar nicht gibt, sondern dass in den meisten Fällen jeder Koch und jeder Haushalt seine eigene Interpretation hat. Diese Rezepte sind lebendig und unterstehen seit jeher dem Wandel der Zeit, also habe auch ich Veränderungen angebracht.
Welt am Sonntag: Sind Ihnen bei Ihren Recherchen viele regionale Unterschiede aufgefallen?
Paul: Also meistens hat sich herausgestellt, dass es da gar nicht so sehr um Regionalität geht. Viel eher strahlen diese Gerichte über die Regionen nach außen. Wie zum Beispiel der Reibekuchen, den sich die Rheinländer so gerne auf die Fahne schreiben. Den gibt es in Wahrheit überall. Genau wie etwa die Steckrüben und viele andere Dinge. Da sind die Unterschiede eher marginal.
Welt am Sonntag: Was in Ihrem Buch auffällt, ist eine Fülle von humorvollen Bezeichnungen, wie etwa der Große Hans, eine Art Pudding, oder die Errötende Jungfrau, eine Beerenspeise, oder auch der Eintopf Pitter und Jupp. Haben Sie versucht herauszufinden, wie diese Namen entstanden sind?
Paul: Ja, das habe ich. Es ist aber ein recht schwieriges Unterfangen. Bei dem Pitter und Jupp, also Peter und Josef, habe ich sehr viele Kölner gefragt, ob sie eine Ahnung hätten, woher der Name kommt, aber keiner wusste es. Also nehmen wir an, dass es sich schlicht um zwei Allerweltsnamen handelt, die einfach gut passen zu so einem Allerweltseintopf aus Möhren und Rüben. In jedem Fall liegt da noch sehr viel im Dunkeln.
Welt am Sonntag: Und die Laubfrösche?
Paul: Dabei handelt es sich um ein wunderbares schwäbisches Gericht, nämlich Wickeln aus Mangold- und Spinatblättern, die mit Zwiebeln, Kräutern und Brot gefüllt werden. Wir organisieren bald eine Reise durch Deutschland, um das Buch zu präsentieren, und werden da in verschiedensten Lokalen haltmachen. Die jeweiligen Köche habe ich gebeten, sich Gerichte aus dem Buch auszusuchen, dabei haben erstaunlich viele von ihnen auf die Laubfrösche zurückgegriffen.
Welt am Sonntag: Welches Gericht hat Sie bei Ihrer Recherche am meisten erstaunt ? oder am stärksten beeindruckt?
Paul: Das waren vermutlich die Krautschnitzel von Clara Ebert. Dabei handelt es sich um ein richtiges Männergericht, wie ich sagen würde. Nämlich eine sehr würzige Roulade, die an den Bremer Knipp oder den rheinischen Pfannenschlag erinnern, durchwegs also an deftige Fleischgerichte, die Clara Ebert hier ganz ohne Fleisch hinkriegt. Sie war überhaupt eine tolle Frau. 1929 hat sie das erste vegetarische Kochbuch Deutschlands herausgebracht: „Die Küche der Zukunft auf fleischloser Grundlage“. Das hat mich wirklich fasziniert, wie mir diese junge, vegetarische Haushälterin über die Jahrzehnte hinweg die Hand reicht und mir ein so fantastisches Gericht in die Pfanne zaubert.
nr. 2