- Windows 10: Spartan-Erweiterungen sollen erst nach RTM kommen
Nutzer von Chrome, Firefox und Co. kennen und schätzen Browser-Erweiterungen schon lange, beim Internet Explorer gibt es zwar auch Extensions, allerdings ist deren Funktionalität und/oder Sinnhaftigkeit beschränkt. Mit Spartan will Microsoft das ändern und hat entsprechende Pläne auch bereits bestätigt. Wann diese Erweiterungen kommen werden, ist aber unklar. Zukunftsmusik Ende Januar hat das IE-Team, das derzeit am „Projekt Spartan“ arbeitet, bestätigt, dass man Pläne für Browser-Erweiterungen habe. Schon damals äußerte man sich aber sehr vorsichtig dazu und meinte, dass diese für ein „künftiges Update“ geplant seien. Schon damals gab es also die Frage, was damit gemeint ist. Denn Spartan ist generell noch nicht fertig, die „Zukunft“ könnte also den aktuellen Entwicklungsstand meinen, aber auch einen Zeitpunkt nach Veröffentlichung von Windows 10. Und laut aktuellen Gerüchten wird letzteres der Fall sein: Denn im Rahmen einer Twitter-Diskussion zwischen den Microsoft-Insidern Leon Zandman, […]
- Daniel Radcliffe zieht es in den Dschungel
if(!empty($p_prev) || !empty($p_next)): ?> if(!empty($p_prev)): ?> endif; ?> if(!empty($p_next)): ?> endif; ?> endif; ?> Daniel Radcliffe (26), der Star der ?Harry Potter?-Filme, wird in einem neuen Thriller mit dem Namen ?Jungle? zu sehen sein. Das berichtet das Branchenmagazin ?The Hollywood Reporter?. Der Film basiert auf dem Buch ?Dem Dschungel entkommen: Überlebenskampf im Urwald Boliviens? von Yossi Ghinsberg. Es handelt sich um einen Streifen über einen jungen Abenteurer, der in den Amazonas reist, wo ihn eine ?gefährliche und tödliche Expedition? erwartet. Dass Greg McLean, der Regisseur der ?Wolf Creek?-Horror-Reihe, auch hier auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird, lässt vermuten, dass es in dem Thriller ebenfalls zur Sache gehen wird. Das Drehbuch stammt von Justin Monjo. Die Dreharbeiten sollen 2016 starten und unter anderem in Australien stattfinden. Für wann genau Fans die Veröffentlichung des Thrillers erwarten können, ist noch nicht bekannt. Die […]
- Intel eröffnet Ladengeschäfte für die Weihnachtszeit
Intel steht davor, eine Handvoll Ladengeschäfte zu eröffnen ? wenn auch nur vorübergehend. Der erste Intel Store wird am 23. November starten. Er findet sich im Bezirk NoLita von Manhattan, New York. Weitere sollen folgen ? aber wohl ebenfalls in den USA beziehungsweise sogar New York. Wie ein Video zeigt, finden Kunden dort von Intel-Prozessoren angetriebene Produkte wie Notebooks und PCs. Sie können die Geräte auch für ein paar Stunden ausleihen oder im Laden ausprobieren, während sie einen Kaffee trinken. Einem Bericht des Blogs Laptop zufolge werden die Stores bis 25. Januar 2014 offen sein. Eine offizielle Ankündigung ? über das Video hinaus ? dürfte erst noch folgen. Unklar ist etwa, ob Kunden das gewählte Produkt direkt mitnehmen oder nur auswählen und über ein Onlinesystem bestellen können. Intel ist wohl der erste Chiphersteller mit eigenen Ladengeschäften. Es fertigt selbst so […]
- Aufkauf ohne Rückerstattung: Sony schließt Cloud-Dienst OnLive
Ein langer Kampf findet ein schnelles Ende: Der Cloud-Gaming-Dienst OnLive hat seit Jahren mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Jetzt zieht man offenbar die Reißleine, verkauft die wichtigsten Firmenteile an Sony und schließt den Dienst innerhalb von wenigen Wochen. OnLive fällt aus allen Wolken , mit der OnLive antrat die Gaming-Industrie zu revolutionieren, war so einfach wie vielversprechend: Eine gute Internetverbindung vorausgesetzt sollte jedermann aufwendige Spiele auch ohne teure Hardware überall und On-Demand nutzen können. Wie das Unternehmen jetzt in einer kurzen Mitteilung bekannt gab, lösen sich zumindest unter dem Namen OnLive alle Cloud-Gaming-Träume in Luft auf.Diese Cloud-Zukunftsträume werden zum Luftschloss: OnLive macht dichtNach einer ersten Insolvenz im Jahr 2012 sieht man jetzt offenbar endgültig keine Möglichkeit mehr, die eigenen Dienste weiter zu finanzieren. Deshalb habe man sich dazu entschieden, die wichtigsten Teile des Unternehmens an den Konkurrenten Sony zu verkaufen. […]
- Kim Kardashian feiert A-Liga-Promi-Party
Auf ihrer Hochzeit ließen sich maximal C-Promis blicken. Für einen imagebewussten Star wie Kim Kardashian muss das ganz schön genervt haben. Nun jedoch kann sich das It-Girl endlich in hochkarätiger Gesellschaft zeigen. Kim Kardashian und Paris Hilton trafen sich auf Ibiza wieder. Dementsprechend stolz postet sie die Foto-Ausbeute des Abends auf ihrem Instagram-Account. Kim zeigt sich auf fast jeder Aufnahme mit demselben Gesichtsausdruck. Der Mund wird zur vermeintlich süßen Schnute verzogen. Nur auf einem Bild versucht die 33-Jährige, sich ein Lächeln abzuringen. Die Aufnahme hat aber nicht nur aus diesem Grund einen besonderen Stellenwert. Kim posiert mit ihrer ehemals besten Freundin Paris Hilton. Zum Schnappschuss schreibt sie: ?Ich erinnere mich noch, wie ich das erste Mal Ibiza besuchte. Das war 2006! @parishilton Es war schön, dich mal wieder zu treffen und zu quatschen. Love it. LOL.? Paris und Kim waren […]
- Bericht: Amazon beliefert deutsche Kunden bald aus Polen
Amazon macht sich allem Anschein nach etwas unabhängiger von den deutschen Mitarbeitern, die zuletzt immer wieder durch einen harten Tarifkampf und dazugehörige Streiks auffielen. Laut einem Bericht werden deutsche Kunden bald aus Polen beliefert. Laut dem bittet Amazon Verlage ihre Bücher vorerst nicht mehr an die bekannten deutschen Verteilerzentren zu senden, sondern in die neu eröffneten Logistikzentralen in Poznan und Wroclaw. Wie das Börsenblatt jetzt berichtet, geht man aktuell davon aus, dass es sich dabei nur um temporäre Änderungen handeln könnte. So zumindest geht es aus einem Schreiben hervor, das Amazon an deutsche Verlage geschickt habe, schreibt das Börsenblatt weiter. Namen der Verlage wurden aber nicht genannt. Auch das Schreiben aus dem die Auslagerungen hervorgehen wurde nicht publiziert. Logistikzentrum in Polen für deutsche Kunden? Bücher werden jetzt erst einmal in die beiden polnischen Zentren ausgelagert um vor dort aus die […]
- Was hat Ihnen bei Ihrer letzten Firma gefallen / missfallen?
Was hat Ihnen bei Ihrer letzten Firma gefallen / missfallen? Bei dieser Frage des Vorstellungsgespräch wird Ihnen die Möglichkeit geboten, Ihren bisherigen Werdegang zu schildern und aufzuzeigen, mit welcher Erwartungshaltung Ihre aktuelle Bewerbung verbunden ist. Betrachten wir kurz, wofür sich Personaler bei dieser Fragestellung interessieren. Zur weiteren Vorbereitung:Hier finden Sie 100 häufige Fragen im Bewerbungsgespräch Was hat Ihnen in ihrer letzten Firma gefallen? Beginnen Sie immer mit den positiven Aspekten Ihres letzten Arbeitsumfeldes. Nutzen Sie die Chance, die Ihnen mit dieser Frage gegeben wurde um herauszuarbeiten, welchen beruflichen Werdegang Sie im letzten Unternehmen hinter sich haben, was sie dort leisten und bewerkstelligen konnten. Mit jedem neuen Job und auch Arbeitsumfeld vergrößert sich unser Erfahrungsschatz. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, welche Fähigkeiten Sie in den letzten Jahren erworben haben und diese auch klar im Vorstellungsgespräch kommunizieren können. Hier eine […]
- Energetisch effiziente Eigenheime Exklusiv-Studie: Hausbesitzer investieren
Für 43 Prozent der Immobilienbesitzer spielt der Energieverbrauch der eigenen Immobilie eine ?außerordentlich wichtige? Rolle. Wenn energetische Modernisierungsmaßnahmen nicht durchgeführt werden, scheitert dies meist an den Kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Exklusiv-Studie des Innovationen-Instituts Frankfurt im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall. 37 Prozent der Eigentümer haben der Studie zufolge in den letzten fünf Jahren bereits eine energetische Modernisierung durchgeführt, weitere 34 Prozent planen entsprechende Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren. 76 Prozent der Hausbesitzer haben ein wärmegedämmtes Dach, über eine Fassadendämmung verfügen 51 Prozent der Eigenheime. In 43 Prozent der Häuser sind die Fenster nicht älter als zehn Jahre. Wie die Studie ergab, kennen Hausbesitzer zwar auch andere energiesparende Technologien wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Blockheizkraftwerke ? verwendet werden diese Technologien bislang aber eher selten. Wenn die als notwendig erachtete energetische Modernisierung nicht durch-geführt wird, scheitert dies meist an den […]
- Neues Apple TV soll 149 US-Dollar kosten, kein 4k-Support geplant
Nur noch wenige Tage, dann soll Apple die nächste Generation des Apple TV vorstellen. Neue und überraschende Vorab-Informationen dazu bringt jetzt die Newsseite 9to5Mac ins Spiel. Laut deren Quellen wird das neue Apple TV gut Doppel so teuer wie das aktuelle Modell sein und ab 149 US-Dollar verkauft werden. Der Preisanstieg hat mit den vielen neuen Funktionen und der neuen Hardware zu tun, die Apple der Set-Top-Box angeblich spendiert. Dazu soll auch eine Fernbedienung mit Bewegungssensoren gehören (. Bislang sind das noch alles Gerüchte, erst am 9. September wird die neue, mittlerweile vierte Generation des Apple TV enthüllt. Die Details dazu hat die Newsseite 9to5mac nach eigenen Angaben aus gut informierten Quellen erhalten, denen man vertrauen kann und die schon zuvor gute Vorabinformationen geliefert hatten. Nachprüfbar sind sie derzeit allerdings nicht. Siehe auch: Gerücht: Apple TV mit Siri- und App-Support […]
- Hansgrohe investiert weitere 30 Millionen am Standort Offenburg
Am Standort Offenburg investiert Hansgrohe kräftig: 2017 beginnt der Bau einer neuen Kunststoff-Galvanik. 18.08.2016 Neue Kunststoff-Galvanik stärkt Wettbewerbsfähigkeit und sichert Wachstum Die Hansgrohe SE setzt ihren Wachstumskurs fort und investiert erneut erhebliche Mittel am Standort Offenburg. Auf dem Werksgelände wird für rund 30 Millionen eine neue Kunststoff-Galvanik gebaut. Das beschloss der Aufsichtsrat einstimmig. ?Mit der neuen Galvanik stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Kapazitäten für weiteres Wachstum?, sagt Thorsten Klapproth, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. ?Wir bekennen uns klar zur Region und dem Standort Deutschland. Denn vor allem hier haben wir Mitarbeiter mit größtmöglichem Know-how.? Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2019. Veredelung von Kunststoffbrausen Am Standort Offenburg befindet sich das größte Armaturen- und Brausenwerk des Unternehmens. Die neue Galvanik wird zwischen den beiden bestehenden Produktionshallen errichtet und die Kapazität der Kunststoffveredelung im Endausbau mehr als […]
Memento mori: Besser sterben mit Caitlin Doughty
Die Bestattungsunternehmerin Caitlin Doughty macht sich als für einen „guten Tod“ stark. Auf YouTube klärt sie in lustigen Videos all die offenen Fragen rund um das Ende unseres Lebens. Von Anne Waak
Kaum einer, der sich nicht einen selbstbestimmten, aufgeklärten und irgendwie bedeutungsvollen Tod wünschte. Den wenigsten jedoch ist er vergönnt. Das will Caitlin Doughty, 28, ändern. In der YouTube-Videoserie „Ask Your Mortician“ („Frag deine Bestatterin“) beantwortet sie Zuschauerfragen rund ums Thema.
Mit dem „Orden des guten Todes“ setzt sich die in Los Angeles ansässige studierte Historikerin, gelernte Bestatterin und hippe „Deathxpertin“ gemeinsam mit einem Netzwerk aus Wissenschaftlern und Autoren dafür ein, dass wir anders mit unserem Lebensende umgehen als bislang.
Die Welt: Halten Sie es für möglich, dass jemand gar keine Angst vor dem Tod hat?
Caitlin Doughty: Ich betrachte mich selbst als jemanden, der sich sehr wenig vor dem Tod ängstigt. Das heißt nicht, dass ich waghalsig mit dem Auto herumrase. Ich versuche tagtäglich am Leben zu bleiben, hehe. Aber ich fürchte mich nicht davor, was auf der anderen Seite passiert, im Angesicht des Todes zu verzweifeln oder dass ich alle meine Lieben vermissen werde. Dahin bin ich aber nur durch harte Arbeit gelangt ? ich habe diese Fragen für mich geklärt.
Die Welt: Wie das?
Doughty: Ich habe viel über den Tod, und die Bestattungsindustrie gelesen. Außerdem arbeite ich täglich mit Toten und sehe, wie absolut tot sie sind. Sie leiden nicht.
Die Welt: Ausschlaggebend war Ihre erste Begegnung mit dem Tod als sie acht Jahren alt waren.
Doughty: Ich habe damals gesehen, wie ein Mädchen aus dem zweiten Stockwerk eines Einkaufszentrums fiel. Und mutmaßlich starb. Das war ein traumatisches Erlebnis, ich hatte daraufhin eine Zeit lang große Angst vor dem Tod. Aber je mehr du dich mit ihm beschäftigst und je mehr du über ihn weißt, desto besser kannst du mit der Angst umgehen. Nur sprechen wir nicht über den Tod, dazu fehlt es uns oft einfach an Informationen ? und an Offenheit. Dabei wollen die meisten dringend sprechen, wenn sie mit einem Todesfall umgehen müssen.
Die Welt: Ihre Eltern sprachen damals nicht mit Ihnen. Ohne Erklärungen malen sich Kinder jedoch die wildesten, morbidesten Sachen aus.
Doughty: Das kann bei Erwachsenen genauso sein, das ist ganz normal. Es ist nun mal so: Wir werden sterben, egal was wir tun. Dieses Wissen werden wir nicht los. Ich glaube, in vielen Fällen wollen sich Leute durchaus mit ihrem Tod beschäftigen, aber die Gesellschaft, in der sie leben, signalisiert ihnen, dass das falsch, schmutzig oder abartig ist. Genauso ist es mit Sex. Wenn dir jemand sagt: „Denk bloß nicht an Sex, denn das ist schmutzig und falsch!“ wird das dein Verhalten selbstverständlich beeinflussen.
Die Welt: Ist Angst der einzige Grund für unser Schweigen oder hat es nicht auch damit zu tun, dass der Tod in unserem Leben einfach nicht vorgesehen ist?
Doughty: Beides. Es gibt und gab keine einzige Kultur auf der Welt, in der die Menschen sagen: „Och, der Tod. Na ja, egal.“ Aber an vielen Orten auf der Welt pflegen die Leute einen sehr viel gesünderen Umgang mit der Vergänglichkeit als in der westlichen Welt. Im 19. Jahrhundert hatten wir noch Trauerrituale. Man trug für eine gewisse Zeit schwarze Kleidung oder hing ein farbiges Band an seine Haustür ? Dinge, die gleichzeitig signalisierten und erlaubten, dass man trauerte. Viele halten Rituale sicher für überholt. Aber wenn jemand stirbt, den wir lieben, stürzt uns das in ein mentales und oft auch ganz praktisches Chaos. Ein Leitfaden, der einem Schritt für Schritt sagt, was zu tun ist, und für jeden dieser Schritte eine Bedeutung liefert, kann unglaublich tröstlich sein. Heute wird erwartet, dass du dein Leben weiterlebst und im Sinne aller anderen tust, als sei nichts gewesen.
Die Welt: In der neuesten Auflage des „Diagnostischen und Statistischen Handbuchs Psychischer Störungen“ steht, dass man sich zwei Wochen nach dem Tod eines nahen Angehörigen langsam mal wieder zusammenreißen können sollte.
Doughty: Wenn du eine wirkliche emotionale Verbindung zu der verstorbenen Person hattest, dauert es dein Leben lang, bis du darüber hinwegkommst. Wenn man nach einem Monat nicht aus dem Bett kommt, sollte man vielleicht darüber nachdenken, sich Hilfe zu suchen. Aber Trauern geht nicht nach Zeitplan.
Die Welt: In Japan dauert das nach sehr genauen Regeln ablaufende Trauerritual mehrere Wochen. Kann so etwas helfen?
Doughty: Das ist eine interessante Frage, auf die vermutlich niemand eine letztgültige Antwort hat. Viele halten Rituale sicher für überholt. Aber wenn jemand, den wir lieben, stirbt, stürzt uns das in ein mentales und oft auch ganz praktisches Chaos. Ein Leitfaden, der uns sagt, was in diesem Fall zu tun ist, Schritt für Schritt, und für jeden dieser Schritte eine Bedeutung liefert ? das kann unglaublich tröstlich sein. Auch weil sich dann das Gefühl einstellt, wirklich mit dem Verlust umzugehen, anstatt dass uns die tote Person einfach entzogen und verbrannt wird und wir sie nie wieder sehen.
Die Welt: Sie lassen sich von geliebten Menschen Haarsträhnen geben. Warum?
Doughty: Das ist ein aus der Mode geratener Brauch, der weder morbide noch seltsam ist. Die Strähnen sind für mich Relikte, sie repräsentieren die jeweilige Person Wenn der Moment dann gekommen ist, sind sie Werkzeuge meiner Trauerarbeit.
Die Welt: Viele bestürzt, wie standardisiert und effizient eine Beerdigung abläuft.
Doughty: In den meisten industrialisierten Ländern wurde den Familien der Tod irgendwann weggenommen und der Kirche überantwortet. Durch die Säkularisierung wurde das Ganze zu einem Teil der kapitalistischen Industrie, die behauptet: Tote kann man nur an bestimmten Plätzen begraben, jemand Professionelles muss sich um sie kümmern, Leichen sind gefährlich. Was alles nicht stimmt, aber dazu geführt hat, dass uns dieser Kontrollverlust als die einzig gangbare Lösung erscheint. Leichen sind aber nicht gefährlich. Im Gegenteil: In Gesellschaft eines Toten ist man meistens sogar sicherer als in der eines Lebenden.
Sie gehen das ganze Thema ziemlich lustig an. Besonders in ihrer Internetserie „Ask your Mortician“.
Doughty: Ich versuche meine kleine Show humorvoll zu gestalten, weil ich glaube, dass sie sonst niemand schauen würde. Ich möchte über den Tod informieren, muss aber gegen Milliarden von süßen, lustigen Katzenvideos ankommen. Also müssen meine Filmchen so gemacht sein, dass sie erträglich sind ? oder sogar richtig komisch.
Die Welt: Genau das scheint manche Menschen zu erzürnen.
Doughty: Die meisten sind viel offener als ich Anfangs dachte. Wenn sich jemand mal richtig angegriffen fühlt, stammt er oder sie höchstwahrscheinlich aus meiner Branche und ist der Meinung, dass alles, worüber ich spreche, geheim gehalten werden sollte. Weil die Leute sonst wollen könnten, dass sich etwas ändert.
Die Welt: In Ihrer Heimat ist das Einbalsamieren sehr populär.
Doughty: Ja, in Nordamerika werden weit mehr als die Hälfte aller Toten einbalsamiert. Unglücklicherweise breitet sich das auch in Europa immer mehr aus. Ich glaube, dass das Konservieren einer Leiche meist dazu dient, den Tod zu leugnen. Man versucht, den Körper bis in alle Ewigkeit frisch zu erhalten. Er wird ja trotzdem zersetzt, nur auf eine sonderbare Art und Weise ? er mumifiziert.
Die Welt: Sind Sie denn für offene Särge?
Doughty: Ich bin sehr dafür, dass die Trauernden den Toten noch einmal sehen können, aber er sollte dann auch tot aussehen. Und nicht, als würde er völlig überschminkt ein Schläfchen halten.
Die Welt: Was halten Sie von neuesten technischen Entwicklungen wie Bildschirmen und QR-Codes auf Grabsteinen?
Doughty: Ich persönlich bin nicht unbedingt der Meinung, dass wir auf diesem Feld noch mehr Technik benötigen, die uns den Tod leugnen lassen. Er sollte vielleicht der eine Moment in unserem Leben sein, in dem wir ohne all den Kram auskommen und uns ehrlich mit unserem Menschsein auseinandersetzen.
Die Welt: Kennen Sie den Twitter-Account „Bored at a Funeral“, der Tweets von jungen Leuten sammelt, die sich auf einer Beerdigung langweilen?
Doughty: Oh, wirklich? Nein, den kenne ich nicht.
Die Welt: Ist das jugendliche Unbedarftheit oder ein Abwehrmechanismus?
Doughty: Wenn jemand von einer Beerdigung nur „Blablabla, alter Mensch, tot“ mitnimmt, handelt es sich um eine schlechte Veranstaltung. Eine wirklich gute, erfolgreiche Beerdigung zeigt dir nicht nur, dass jemand gestorben ist. Sie verdeutlicht dir, dass du selbst auch sterben wirst.
Die Welt: Was kann ich heute tun, um nicht komplett am Boden zerstört zu sein, wenn jemand mir Nahestehendes stirbt?
Doughty: Es wird in jedem Fall schrecklich werden, da können Sie gar nichts tun. Aber Sie können heute anfangen, sich all die großen Fragen zu stellen: Warum müssen Menschen sterben? Was bedeutet das? Werde ich auch eines Tages sterben? Sprechen Sie mit derjenigen Person darüber und versuchen Sie sich vorzustellen, wie sich das anfühlen wird. Und wenn der Mensch dann wirklich sterben sollte, sind Sie hoffentlich fähig, sich auf diesen einen Tod zu konzentrieren.
Die Welt: Ein Rat für Leute, die mit einem Trauernden umgehen?
Doughty: Niemand will in der Situation hören, dass bald alles bald wieder gut wird oder wie es dir ging, als deine Mutter gestorben ist. Niemand will hören, wie man richtig trauert. Biete deine Hilfe an, sei einfach nur da und lasse demjenigen die Zeit, die er oder sie eben braucht.
Die Welt: Würden Sie Freunde und Verwandte bestatten?
Doughty: Die meisten meiner Freunde fragen mich, ob ich sie bestatten würde. Das ist ein großes Kompliment. Ich sage selbstverständlich ja und hoffe, dass das der Anfang eines langen Gesprächs ist.
Die Welt: Wie möchten Sie bestattet weden?
Doughty:Wenn ich es mir aussuchen könnte:, gar nicht. Ich würde gern auf dem Waldboden liegen bleiben und von anderen Tieren aufgefressen werden.
Die Welt: Ihre Wünsche für die Zukunft?
Doughty: Politiker, Wissenschaftler und Ingenieure sollten sich für den Tod interessieren. Denn er hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir in unserer Kultur leben. Alle ? auch Kinder und Jugendliche – sollten mit ihrem Lebensende auseinandersetzen und begreifen, welche Rolle der Tod in unserem Leben spielt. Sie sollten ihn ernst nehmen und sich überlegen, was einmal mit ihrem Körper passieren soll. Jeder von uns sollte sich vorbereiten. Ein guter Tod beginnt früh im Leben.
Foto: Caitlin Doughty Im Internet beantwortet sie in Videos Fragen zum Thema Tod
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