- Grillen: Geschlechterkrieg am Rost ? wer grillt besser?
Ein Grillabend unter Freunden. Die Gastgeberin hat Bier und Crémant kaltgestellt, Salate geschnippelt und teures Biofleisch mariniert. Sie hat zwei Grills besorgt und sogar Säcke mit Kohle angeschleppt. Dann stellt sie einem frisch eingetroffenen Gast die verhängnisvolle Frage. „Meinst du, es ist genug Kohle da?“ Auf diese Blöße hat der Gast gewartet: „Ich bau schon mal ein Feuer für dich.“ In der Folge teilen sich alle ankommenden Paare auf: Am Tisch sitzen die Frauen. Am Grill fachsimpeln die Männer über Anzünder, Höhe des Rosts, direkte und indirekte Hitze. Gerade einmal sieben Prozent der Frauen in Deutschland nehmen „die Grillzange gern selbst in die Hand“, verrät eine deutsche Partnervermittlung unter Berufung auf eine Studie zum Thema. Schade eigentlich, denn zumindest nach Ansicht des amtierenden deutschen Grillmeisters Michael Hoffmann sind Frauen oft sogar die besseren Griller. Das Grillen scheine in den Genen […]
- Kanye West: Fans reißen sich um seine Mode
if(!empty($p_prev) || !empty($p_next)): ?> if(!empty($p_prev)): ?> endif; ?> if(!empty($p_next)): ?> endif; ?> endif; ?> Kanye West (38) hat einen neuen Laden in New York City eröffnet ? und die Fans strömten in Massen dorthin, um Kleidung, die der Musiker entworfen hatte, zu ergattern. Laut ?TMZ? musste sogar die Polizei anrücken, um den Menschenauflauf zu kontrollieren. Eine riesige Schlange soll sich vor dem Shop gebildet haben, in dem es die neue Kollektion gibt. Kunden durften dann angeblich auch nur zwei Teile pro Person mit nach Hause nehmen. Kanye West selbst postete auf Twitter ein Foto, das die Menschenmenge vor dem Laden zeigt ? und Polizeiwagen, die am Straßenrand stehen. Neben Shirts und Jacken umfasst die neue Linie des Musikers offenbar auch T-Shirts mit Bildern von Kanye Wests verstorbener Mutter Donda West. Die in dem Laden angebotenen Stücke kosten laut ?Entertainment Weekly? […]
- Grillfans contra Qualmopfer
Sommer, Sonne, Grillsaison. Doch weder im eigenen Garten noch auf dem Balkon darf man jederzeit und beliebig oft brutzeln. Stefan Bernhardt, Rechtsexperte der Bausparkasse Schwäbisch Hall, gibt einen Überblick, was erlaubt ist und was nicht. Das Landgericht München hat salomonisch geurteilt: ?Ein generelles Grillverbot ist genauso unzulässig wie eine generelle Grillerlaubnis.? (Az. I 15 S 22735/03). Geringfügige Belästigungen durch beim Grillen im Garten entstehenden Rauch oder Geruch fallen unter das so genannte Toleranzgebot. Daher muss gelegentliches Grillen grundsätzlich geduldet werden, ?wenn nicht die Wesentlichkeitsgrenze überschritten wird?. Das subjektive Empfinden, was geringfügig ist und was wesentlich, ist allerdings extrem unterschiedlich ? und so müssen Gerichte immer wieder zumutbare Obergrenzen fürs Grillvergnügen festlegen, etwa zwei Mal im Monat oder zehn Mal im Jahr (AG Westerstede, Az. 22 C 614/09 (II)). Das AG Schöneberg war wesentlich großzügiger und hielt bis zu 25 Mal […]
- KPS bringt Furniture Brands-Assets in neue Gesellschaft ein
27.11.2013 ? Kurz nach der vom United States Bankruptcy Court genehmigten Übernahme des insolventen US-amerikanischen Möbelherstellers Furniture Brands gab die Investmentgesellschaft KPS bekannt, dass die übernommenen Assets von Furniture Brands in die neu gegründete Gesellschaft Heritage Home Group LLC eingebracht werden. Alle bisherigen Furniture Brands-Marken werden unter Heritage Home Group fortgeführt. Dazu zählen ?Thomasville?, ?Broyhill?, ?Lane?, ?Drexel Heritage?, ?Hickory Chair?, ?Henredon?, ?Pearson?, ?Lane Venture?, ?Maitland-Smith? und ?LaBarge?. KPS will im Wesentlichen auch alle Furniture Brands-Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Ralph Scozzafava, bisheriger Chairman und CEO von Furniture Brands, hat seine Ämter niedergelegt. Die Funktion als President und CEO der neu gegründeten Gesellschaft übernimmt Ira Glazer. Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte: zurück ? Wöstmann will Umsatz und Kapazitäten für S-Kultur steigern Bene: Showroom in Kuwait wieder eröffnet ? vor >>>>> Hier drücken!!!
- Channing Tatum: Beatboxing stellt Baby ruhig
2. Oktober 2013 17:00 © CoverMedia Schauspieler Channing Tatum bringt seine Tochter Everly mit Beatboxen zum Schlafen. Channing Tatum (33) gibt den coolen Hip-Hopper, um seine Tochter zu beruhigen. Der Schauspieler (‚Magic Mike‘) bekam mit seiner Gattin Jenna Dewan-Tatum (32, ‚Step Up‘) Ende Mai die kleine Everly. Der Star hat eine sichere und ungewöhnliche Methode gefunden, damit sein Töchterchen schlummert, wie seine Frau in der Talkshow von Ellen DeGeneres (55) verriet: „Das Baby schreit und man fragt sich, wie man es wieder beruhigt. Dann fängt er plötzlich mit dem Beatboxen an und sie gurrt. Ich fasse es nicht! Ich habe sie geschaukelt und geschwungen. Ich ärgere mich und dann kommt er und fängt mit dem Beatboxen an. Und sie schläft dann in seinen Armen ein.“ Das Musiktalent von Channing Tatum wird von Everly nun täglich gewünscht und seine Frau macht gleich […]
- Kylie Minogue ? Sexy Dankeschön an ihre Fans
Ihre aktuelle ?Kiss Me Once?-Tour lockt leider nicht mehr so viele Fans von der Couch in die Konzerthallen. Ihrer Popularität tut das allerdings keinen Abbruch. Zumindest online halten die Fans zu Kylie Minogue. Auf Instagram feierte die Sängerin nun eine Millionen Follower. Kylie Minogue freut sich über eine Millionen Follower bei Instagram. Ihre Freude drückte die Australierin mit einem strahlenden Bild einer Weinflasche aus, um die sie digital ein Herz malte, in das sie ?1 M? schrieb. Damit ihre Fans aber auch treu bleiben, postete die 47-Jährige schon kurze Zeit später einen sexy Schnappschuss von sich in einem rot-schwarzen Cut-Out-Badeanzug, der zweifelsohne beweist: Ihren Spitznamen ?Geili Kylie? hat sie nicht umsonst bekommen! Kylie urlaubt derzeit mit Freunden im italienischen Portofino. Mit einem kleinen Boot schipperten sie nach Camogli, wo auch der sexy Schnappschuss entstand. ZUR STARTSEITE Video-Interview Verweis
- So kann man Microsoft-Seiten wieder in Google Chrome öffnen
Viele Nutzer des derzeit beliebtesten Browsers der Welt, also Google Chrome, haben in den vergangenen Wochen feststellen müssen, dass sie auf bestimmte Microsoft-Seiten keinen Zugriff haben. Es ist nicht klar, ob das ein Problem oder Verhalten von Chrome ist oder an den Microsoft-Seiten liegt. Es gibt aber eine Lösung. Es war nicht immer so, kommt aber in den vergangenen Wochen immer häufiger vor, wie wir in der WinFuture-Redaktion bestätigen können: Beim Besuch bestimmter Microsoft-Webseiten per Chrome bekommt man statt der gewünschten Seite einen leeren Bildschirm bzw. eine Fehlermeldung, die einem mitteilt, dass die Seite nicht erreicht werden kann. Den Nutzern wird daraufhin empfohlen, die Internet-verbindung oder Proxy und Firewall zu überprüfen. Das ist aber nur eine Standard-Meldung, die nichts mit dem tatsächlichen Problem zu tun hat, denn mit Microsoft Edge und Mozilla Firefox funktionieren die Links ohne Probleme. Der Microsoft-Insider […]
- Hansgrohe investiert weitere 30 Millionen am Standort Offenburg
Am Standort Offenburg investiert Hansgrohe kräftig: 2017 beginnt der Bau einer neuen Kunststoff-Galvanik. 18.08.2016 Neue Kunststoff-Galvanik stärkt Wettbewerbsfähigkeit und sichert Wachstum Die Hansgrohe SE setzt ihren Wachstumskurs fort und investiert erneut erhebliche Mittel am Standort Offenburg. Auf dem Werksgelände wird für rund 30 Millionen eine neue Kunststoff-Galvanik gebaut. Das beschloss der Aufsichtsrat einstimmig. ?Mit der neuen Galvanik stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Kapazitäten für weiteres Wachstum?, sagt Thorsten Klapproth, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. ?Wir bekennen uns klar zur Region und dem Standort Deutschland. Denn vor allem hier haben wir Mitarbeiter mit größtmöglichem Know-how.? Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2019. Veredelung von Kunststoffbrausen Am Standort Offenburg befindet sich das größte Armaturen- und Brausenwerk des Unternehmens. Die neue Galvanik wird zwischen den beiden bestehenden Produktionshallen errichtet und die Kapazität der Kunststoffveredelung im Endausbau mehr als […]
- Drei Übernahmeinteressenten für Lorbeer Büromöbel
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- Aus dem Schwarzwald auf die Sieben Meere
Hansgrohe ist Stammgast auf den Traumschiffen weltweit. Warum ist das eigentlich so? Kreuzfahrten sind beliebt, die Branche boomt. Was immer mehr Urlauber auf hoher See in ihren Kabinen entdecken, kommt nicht selten aus dem tiefen Schwarzwald: Armaturen und Brausen von Hansgrohe. ?In den vergangenen Jahren hat sich das Geschäft mit Werften und deren Kunden, den Reedereien, zu einer substanziellen Grösse in unserem Projektgeschäft entwickelt?, berichtet Dominik Tanner, bei Hansgrohe für diesen Bereich verantwortlich. ?Werften und Reedereien auf der ganzen Welt haben erkannt, dass Hansgrohe-Qualität und -Service nicht nur dabei helfen, den Passagieren ein unvergleichliches Erlebnis beim Duschen zu garantieren, sondern auch zum effizienten und umweltfreundlicheren Betrieb dieser schwimmenden Hotels beitragen.? Wie Hansgrohe zu Reeders? Liebling wurde, erläutert Carola Husemann, die als Teamleiterin im Key Account Management engen Kontakt zu Werften und Reedereien hält. Sonderwünsche und Präsenz international Von der Kinzig […]
Lustgewinn: Mehr Spaß durch Porno, das geht prima
Über die stumpfe Blödheit der meisten Sexfilmchen konnte unsere Autorin bislang nur müde lachen. Dabei kann ein Perspektivwechsel äußerst befreiend wirken. Eine Reise zum Dreh nach Kalifornien. Von Paula Lambert
Ich mochte Pornos noch nie. Das hat viele verschiedene Gründe. Zum einen hat mich das Offensichtliche nie erregt. Zum anderen, das ist möglicherweise ein Berufsdefizit, kann ich die mangelhaft geschriebenen oder improvisierten Dialoge einfach nicht ertragen.
Als Beispiel möchte ich ein sehr bekanntes Video, fast einen Klassiker, anführen. Es zeigt Folgendes: Eine Dame im Negligé führt einen Mann mit Sturmmaske und Basecap in eine Ecke mit einem Verteilerkasten. Unter dem Verteilerkasten liegt sehr viel Stroh. Dann sagt sie: „Ja, das ist der Verteilerkasten, mit dem wir immer Probleme haben. Vielleicht können Sie sich den mal angucken.“ „Gern“, sagt er, „aber warum liegt hier Stroh?“ „Warum hast du ’ne Maske auf?“, fragt sie zurück, plötzlich zum „Du“ gewechselt. „Hmm, pff“, darauf er, „Na, dann blas mir doch einen.“
Also wirklich. Erstens: Wer würde schon einen Elektrotechniker mit Sturmmaske ins Haus lassen, es sei denn, man lebte in Alaska oder an einem anderen Ort, an dem es draußen sehr, sehr kalt ist. Dann wiederum würde man dort vermutlich nicht in Dessous herumstapfen, schon gar nicht mit einem unzuverlässigen Verteilerkasten ? das ist doch kalt! Zweitens ist es unhöflich, auf eine Frage mit einer Gegenfrage zu antworten, die noch dazu gänzlich vom Thema abweicht. Sie hätte sagen müssen: „Weil ich gern Sex unter dem Verteilerkasten habe“ oder „Weil ich mich gern von Elektroinstallateuren durchrappeln lasse“. Dann hätte nämlich seine Erwiderung total Sinn gemacht! Aber so, nee, das stört mich. Zumal die beiden die sexuelle Spannung einer abgebrannten Glühbirne haben.
Selber Sex zu haben ist doch viel besser
Ich stehe mir selbst im Weg. Anspruch ist ja meistens schwierig, zum Beispiel beim Fernsehgucken. Oder beim Betrachten sexueller Tätigkeiten, wobei ich immer gesagt habe: Selber Sex zu haben ist tausend Mal besser. Warum soll man sich mit solch faden Nichtigkeiten abgeben? Und ja, natürlich: Der Plot ist in Pornos nicht wichtig. Sagen die Männer. Darum konnte ich dem durchschnittlichen Zeug bislang auch nichts abgewinnen. Mechanisch kopulierenden Menschen beim Rein-raus-Spiel zuzugucken, erregt mich nicht im Geringsten.
Das heißt, natürlich schon: auf eine ebenso mechanische, vom Gehirn gesteuerte Art, die allein der Triebabfuhr dient. Triebabfuhr ist aber zu 95 Prozent sexueller Schrott und vollkommen uninteressant ? wenn man die Wahl hat.
Ich mochte immer Filme, die die Fantasie anregen. „Der Mann der Friseuse“ zum Beispiel. Hinreißend. Wie sie im Salon steht und einem Herrn die Haare schneidet, während ihr Mann, getränkt von Leidenschaft für seine Frau, ihr langsam die Beine emporstreicht und seine Händen unter ihrem Rock verschwinden, wie ihr dann der Atem stockt und sie versucht, so zu tun, als sei nichts, weil ja noch der Kunde da sitzt ? das sind Filme, die einen ins Bett bringen. Oder „Secretary“, wo Maggie Gyllenhaal ihre masochistische Seite entdeckt und beginnt, absichtlich Fehler zu machen, damit ihr Chef sie züchtigt. Großartig, mehr davon! Geist und Körper vereint, das erotisiert mich ungemein. Aber für viele meiner männlichen Freunde reicht es, wenn man einen Penis sieht, der sich mit der Frequenz eines Presslufthammers in Frauen bohrt. Mir trocknet bei dem Anblick alles aus.
Pornos sind lehrreicher, als erwartet
Am schrecklichsten finde ich, dass Jugendliche sich diesen Mist ansehen und dann tatsächlich glauben, dieses Gerödel habe etwas mit Sexualität zu tun. Ich bemitleide alle, die derart gewappnet ins Leben stoßen; es muss frustrierend und beschämend sein, und zwar für die Jungen und die Mädchen. Und es macht die Seele kaputt, das glaube ich nach wie vor. Zu viel Grobheit, zu wenig Empathie. Sex ist so viel mehr als nur das Aufeinanderprallen von Geschlechtsorganen.
Das alles bedeutet aber nicht, dass ich mir das Spiel nicht aus erster Hand erklären lassen kann. Also reise ich nach Kalifornien, in das Zentrum der Pornofilm-Industrie. Anschließend sehe ich mir eine Menge Pornos an, manche gut, manche blöde. Aber alle sind irgendwie lehrreicher, als ich erwartet hatte.
Ein bisschen erwartbar ist zunächst der Besuch an einem Mainstream-Set in Los Angeles. Mainstream bedeutet: Mann übermannt Frau, Frau ist dankbare Empfängerin seiner Körpersäfte. Wenig Gequatsche, viel Gevögel. Maximale Stimulation. Der Plot des Films, der hier gedreht wird, ist also denkbar simpel und ein einziges Klischee: Eine weiße, blonde Frau dümpelt mit geschlossenen Augen in einem Jacuzzi. Drei dunkelhäutige Männer mit enormen Penissen, offenbar auf dieses Merkmal hin gecastet, stehen plötzlich nackt und vögelbereit am Pool.
In den Drehpausen geht es um Football
Der Regisseur ruft der Frau zu: „Jetzt tu mal überrascht und ruf irgendwas, was man dann halt ruft. Und dann sagt ihr, dass ihr irgendwas mit ihr vorhabt.“ Heidi, so der Name der Dame, schlägt also die Augen auf und ruft: „Huch, wer seid denn ihr?“ Darauf der eine: „Wir sind deine Nachbarn. Wir sind hier, um die interrassische Kommunikation zu verbessern.“ Das, finde ich, ist dann doch eine ganz gelungene Antwort. Nicht zu platt, irgendwie tiefsinnig und politisch. Hätte dann nicht Heidi, ganz im Stroh-Verteilerkasten-Sinne, gerufen: „Ach, herrjemine! Ich liebe Schwänze!“ Es folgt ein zweistündiges Gerammel mit sehr vielen Stellungswechseln.
In meiner Vorstellung waren Pornodrehs immer eine freudlose Angelegenheit, bei denen mit Drogen gefügig gemachte Darsteller ihr Programm abspulen, um sich anschließend gramgebeugt in ihre versifften Behausungen zurückzuziehen. Hier jedoch macht sich Heiterkeit breit. Während der Szenenwechsel unterhalten sich die Darsteller angeregt über Football oder die neuesten politischen Entwicklungen, die Männer bewahren sich währenddessen manuell die Steifheit ihrer Penisse, um gleich wieder einsatzbereit zu sein.
Heidi erklärt, dass sie sowieso gerne Sex hätte und hier gutes Geld verdient. „Ich mache nichts, was ich privat nicht tun würde, und suche mir meine Co-Darsteller selbst aus“, sagte sie. Sie ist 21 und stammt aus dem Mittleren Westen, für sie ist das Ganze ein Spiel ohne Bedeutung, sie will einfach nur schnell ein bisschen Geld machen. 200.000 Dollar im Jahr für ein paar Drehtage, das ist okay, meine ich, solange man das Ganze freiwillig tut.
Im feministischen Porno genießt die Frau
Ich reise weiter nach San Francisco, wo die Darstellerin und Regisseurin Madison Young lebt. Sie macht feminist porn. Feministischer Porno gibt Frauen eine aktive Rolle, stellt die weibliche Sexualität in den Vordergrund und zeigt, welche Spielarten und welche Genussmöglichkeiten es gibt. Ein bisschen so, als würde man Dr. Sommer sehr viel weiterdrehen ? durch gemeinsames Vögeln zum Glücklichsein.
„Sexualität ist so ein großer Teil des Lebens“, sagte Madison, „und es gibt so viele Leute, die keinen Zugang zu Sex oder ihren eigenen Bedürfnissen haben. Vernünftige Pornos sind nicht weniger als Aufklärungsarbeit. Wir zeigen den Leuten, was möglich ist. Welche schlummernden Bedürfnisse sie vielleicht haben und dass es völlig okay ist, sie auszuleben.“ Denn eines ist gewiss: Es gibt viele Menschen, die keine Ahnung von ihren Wünschen haben.
Porno kann auch politisch sein
Porno spielt im Leben von Young eine große, eine politische Rolle. Ihren Mann hat sie auf dem Porno-Set kennengelernt, die Patentante der gemeinsamen Tochter ist die Sexaktivistin Annie Sprinkle. Sprinkle, früher selbst Darstellerin, gab schon lange vor Madison Young die Devise aus: „The answer to bad porn isn’t no porn, but to make better porn.“ Also hat sie sich für bessere Pornos eingesetzt. Sie gilt als Begründerin der post porn-Bewegung, die sich um eine gesunde Körperwahrnehmung und eine gender-offenere Darstellung in Sexfilmen bemüht. Im Grunde geht es um mehr Vielfalt und Gleichberechtigung in der sichtbar gemachten Sexualität. Egal welcher Spielart.
Madison Young ist Anhängerin des sex positive feminism, der für die Gleichstellung sexueller Bedürfnisse bei Mann und Frau kämpft. Darüber hinaus ist sie auf Bondage spezialisiert, sie sagt Dinge wie: „Schmerz ist nur eine Sinneswahrnehmung, nichts, wovor man Angst haben muss.“ In ihrem Schlafzimmer liegen meterweise Juteseile. Jute, weil sie sehr auf die Umwelt achtet.
Am Ende meines Ausfrage-Besuchs bei ihr gibt sie mir einen Stapel ihrer Filme mit, bei vielen davon hat sie Regie geführt. Optisch erinnern sie an die 90er-Jahre, sie sind poppig, bunt und scharfkantig. Die Bandbreite der Protagonisten reicht von wilden Kuriermädchen bis zu ganzen Studiengruppen, die sich gegenseitig erforschen. Die Techniken sind nicht weiter spektakulär. Es geht vielmehr darum, wie verschiedene Menschen ganz verschiedenen Sex haben.
Mehr Spaß durch Sexfilme ? das geht
Das Interessante findet bei mir im Kopf statt: Plötzlich betrachte ich Pornos mit ganz anderen Augen. Ich sehe kein hirnloses Rumgebumse, sondern Experimente. Ich sehe ein paar vor der Kamera ausgeführte, mitunter auch ungelenke, aber immer einladende Versuche, die eigene Sexualität zu entdecken und zu verstehen.
Wenn es darum geht, durch Pornografie sich selbst zu entdecken, können Youngs Filme ? anders als die von Heidi ? weiterhelfen. Ich kenne zum Beispiel viele Menschen, die sich eine Befreiung aus dem moralischen Korsett wünschen, in dem sich ihre Beziehung befindet. Der pure Konsum von Triebabfuhrhilfen gibt da kaum Impulse. Wohl aber Plots, bei denen es sich durchaus lohnt, die eigene Sexualität zu hinterfragen. Wäre SM etwas für mich? Wie steht es um Sex mit einem Menschen gleichen Geschlechts? Und könnte ich meinem Partner gestatten, mit einem anderen Menschen intim zu werden? Um Madison Young zu zitieren: „Es ist schließlich nur Sex, nicht das Ende der Welt.“
Mehr Spaß durch Porno, das geht prima. Es kommt eben immer auf den Blickwinkel an. Nur die passenden Dialoge, fürchte ich, die muss man sich selbst schreiben.
Paula Lambert ist Sexkolumnistin und Schriftstellerin.
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