- ?Nacht der Ausbildung? bei Hansgrohe lockte rund 300 Interessierte
Die Besucher des Ausbildungszentrums Hansgrohe Talentschmiede genossen am Nikolausabend vorweihnachtliche Stimmung und lernten spannende Berufe kennen. Weihnachtliche Stimmung und Karrierechancen Zum Nikolaus nur Gutes: Die Hansgrohe Talentschmiede stellte am 6. Dezember in einer ?Nacht der Ausbildung? Berufe und Karrierechancen vor. Rund 300 Besucher informierten sich bei dem Sanitärspezialisten in Schiltach über Ausbildungsberufe aus erster Hand und probierten ihr Geschick an den Mitmachstationen. Hier konnten die jungen Besucher mit Unterstützung von Auszubildenden festliche Dekoration selbst herstellen. Zum Nikolaustag hatte sich das Hansgrohe Ausbildungszentrum im Ortszentrum des Schwarzwaldstädtchens mit einem Weihnachtsbaum geschmückt und verbreitete mit Glühwein- und Flammkuchenständen weihnachtliche Stimmung. An der Talentschmiede freute man sich über die positive Resonanz der ersten ?Nacht der Ausbildung?: ?Dass wir die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe, wie den Mechatroniker oder Gießereimechaniker, anhand der Mitmachstationen interaktiv vorgestellt haben, kam bei den Besuchern gut an?, freute sich Ausbilder Christian Joos. Auch […]
- Kim Kardashian: Erinnerungen an Papa
28. November 2013 23:00 © CoverMedia Starlet Kim Kardashian erinnerte sich zu Thanksgiving daran, wie sie das Fest verbrachte, als ihr Vater noch lebte Kim Kardashian (33) dachte zu Thanksgiving an vergangene Zeiten. Das Reality-TV-Sternchen (‚Keeping Up with the Kardashians‘) verlor seinen Vater Robert (59) 2003, kann sich aber noch gut an die Familienfeste von früher erinnern. Sie veröffentlichte auf ihrer Celebuzz-Seite ein Skiurlaubsfoto des Anwaltes mit seinen Kindern. In einer beigefügten Nachricht dachte die brünette Schönheit darüber nach, wofür sie dankbar ist. „Thanksgiving war der Feiertag, den ich immer mit meinem Vater in Vail, Colorado, verbrachte, vom meinem zweiten Lebensjahr bis zu meinem 22. Diese Zeit bringt jedes Jahr so viele wundervolle Erinnerungen mit sich. Ich bin dankbar, dass ich sie erleben durfte. Ich bin sehr dankbar, dass sich meine Familie so nahesteht und sich unterstützt.“ Die Familie spielt seit […]
- 10 Gründe eine Fremdsprache zu lernen
10 Gründe eine Fremdsprache zu lernen Wir staunen über Menschen, welche mehrere Fremdsprachen beherrschen und vergessen oft, dass zwischen ihnen und uns nur ein ganz kleiner Unterschied besteht ? sie haben angefangen eine Sprache zu lernen und durchgehalten. Lesen Sie hier gute Gründe um mit dem Lernen einer Sprache zu beginnen. Das könnte Sie auch interessieren: 10 gute Gründe eine Fremdsprache zu lernen Wir präsentieren Ihnen hier 10 Gründe welche dafür sprechen, mit dem Lernen einer Sprache zu beginnen. Denken Sie darüber nach und bringen Sie dadurch den ersten Stein ins rollen. Wenn Sie motiviert sind eine Fremdsprache zu lernen, werden Sie sicher noch viele weitere gute Gründe finden. 1. Sie interessieren sich für andere Kulturen Sie sind ein weltoffener Mensch und interessieren sich für andere Länder, Kulturen und Traditionen. Wenn Sie eine Fremdsprache lernen, lernen Sie mehr als nur […]
- Stars und ihre Katzen: Achtung, Catcontent
Viele Stars wie Taylor Swift, Zac Efron, oder Nico Rosberg sind waschechte Katzenladies (oder -gentlemen). Auf Instagram, Twitter und Facebook lassen sie ihre Fans an ihrem Katzenglück teilhaben – manche der flauschigen Vierbeiner haben sogar ihre eigenen Accounts Beitrag ansehen sowas?
- Worauf man bei einer Hochzeit in Osteuropa achten sollte!
© Ramona Kaulitzki – Fotolia.com Internationale Hochzeiten werden in Deutschland immer populärer. Die deutschen Männer heiraten immer öfter Frauen aus Osteuropa, was zum größten Teil an ihrem Ruf liegen könnte. Osteuropäische Frauen sind im Allgemeinen bescheiden, treu und fleißig, alles Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen und vom Geld regierten Welt langsam verloren gehen. Wenn man sich für eine Hochzeit mit einer Frau aus Osteuropa entschieden hat, sollte man vielleicht einige Dinge kennenlernen, die für Hochzeiten in Osteuropa typisch sind. So heiratet man in Bulgarien Bulgarien ist seit einiger Zeit ein Mitglied der EU, obwohl das Land zu den konservativsten und rückständigsten Ländern in Osteuropa gehört. Die Menschen dort sind aber freundlich und offen den Gästen gegenüber und wissen es, wie man richtig feiert. Die ursprünglichen Hochzeitsbräuche werden nicht nur auf dem Land, sondern auch in größeren Städten oder in der […]
- Amazon stellt drei neue Kindle-Fire-Tablets vor
Amazon hat gleich drei neue Tablet-Modelle seiner Reihe Kindle Fire vorgestellt: das leicht überarbeitete Kindle Fire HD sowie die neuen Vertreter Kindle Fire HDX 8.9 und Kindle Fire HDX 7. Alle laufen unter dem ebenfalls neuen Betriebssystem Fire OS 3.0, das auf Android 4.3 Jelly Bean basiert. Zudem bietet die kommende Kindle-Fire-Generation ein modifiziertes Design und aktuelle Hardwarekomponenten. Das neue Topmodell Kindle Fire HDX 8.9 wird in einer WLAN- und einer LTE-Variante erhältlich sein und 379 Dollar beziehungsweise 479 Dollar kosten. Es soll in den USA am 7. November respektive 10. Dezember ausgeliefert werden. Wie die Zahl im Namen schon andeutet, ist das Kindle Fire HDX 8.9 mit einer 8,9 Zoll großen Anzeige ausgestattet. Das gegenüber dem aktuellen 8,9-Zoll-Modell des Kindle Fire HD verbesserte HDX-Display bietet mit 2560 mal 1600 Bildpunkten eine deutlich höhere Auflösung (Kindle Fire HD 8.9: 1920 […]
- Hansgrohe investiert weitere 30 Millionen am Standort Offenburg
Am Standort Offenburg investiert Hansgrohe kräftig: 2017 beginnt der Bau einer neuen Kunststoff-Galvanik. Neue Kunststoff-Galvanik stärkt Wettbewerbsfähigkeit und sichert Wachstum Die Hansgrohe SE setzt ihren Wachstumskurs fort und investiert erneut erhebliche Mittel am Standort Offenburg. Auf dem Werksgelände wird für rund 30 Millionen eine neue Kunststoff-Galvanik gebaut. Das beschloss der Aufsichtsrat einstimmig. ?Mit der neuen Galvanik stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Kapazitäten für weiteres Wachstum?, sagt Thorsten Klapproth, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. ?Wir bekennen uns klar zur Region und dem Standort Deutschland. Denn vor allem hier haben wir Mitarbeiter mit größtmöglichem Know-how.? Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2019. Veredelung von Kunststoffbrausen Am Standort Offenburg befindet sich das größte Armaturen- und Brausenwerk des Unternehmens. Die neue Galvanik wird zwischen den beiden bestehenden Produktionshallen errichtet und die Kapazität der Kunststoffveredelung im Endausbau mehr als verdoppeln. […]
- Kim Kardashian: Wütend auf Adrienne Bailon
Kim Kardashian, 33, ist genervt von Adrienne Bailon, 30,, der Exfreundin ihres Bruders Rob, 27,. Die Sängerin („Uncontrollable“) nannte Rob „illoyal“ und behauptete, es zu bereuen, in der Reality-Sendung der Familie, „Keeping Up with the Kardashians“, aufgetreten zu sein. Kim reagierte erbost auf die Kommentare und verteidigte ihre Lieben auf Twitter: „Lustig, dass sie sagt, dass es ihrer Karriere geschadet hätte, mit einem Kardashian zusammen gewesen zu sein – wo doch der einzige Grund, warum sie in diesem Artikel vorkommt, der ist, weil sie über einen Kardashian spricht!“ Zwischen 2007 und 2009 waren Adrienne und Rob ein Paar – in dieser Zeit trat die Amerikanerin mehrfach bei „Keeping Up with the Kardashians“ auf. Rob geht es derzeit nicht besonders gut, er kämpft gegen sein Übergewicht, hat angeblich Drogenprobleme und wurde schon länger nicht bei öffentlichen Anlässen gesehen. Sogar die Hochzeit […]
- Hund Büromöbel verbucht leichten Umsatzrückgang
31.03.2014 ? Hund Büromöbel hat im vergangenen Jahr erneut einen leichten Umsatzrückgang um 1,4 % auf knapp 20 Mio ? verbucht, nachdem bereits 2012 ein Umsatzminus von 1,5 % ausgewiesen worden war. Dennoch bezeichnete die Geschäftsleitung die Unternehmensentwicklung als zufriedenstellend. Die deutsche Büromöbelindustrie hat das vergangene Jahr im Vergleich dazu nach Angaben des Branchenverbands Büro-, Sitz- und Objektmöbel (BSO) mit einem Umsatzrückgang um 5 % abgeschlossen. Profitieren konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Einsatz des eigens entwickelten Planungsprinzips sowie von seiner Oberflächenkompetenz. So furniert Hund Büromöbel nicht nur selbst, sondern lackiert auch Fronten in allen RAL- und NCS-Farben. Projekte wurden unter anderem mit Rahmenvertragskunden wie dem Pharmakonzern Merck oder der Ludwig-Maximilians-Universität realisiert. Der Auftragseingang verbesserte sich im letzten Jahr um 3,9 %. Im Herbst wird das Unternehmen, das in diesem Jahr rund 700.000 ? in eine neue Heizungsanlage investiert, […]
- Pangu zeigt ersten Jailbreak für Apple TV 4, nur für tvOS 9.0/9.0.1
Wie angekündigt hat das Team von Pangu einen Jailbreak für das neue Apple TV herausgegeben. Mit dem neuen Tool ist es nun möglich, die tvOS-Version 9.0 sowie 9.0.1 und damit erstmals die vierte Apple-TV-Generation mit einem Jailbreak zu versehen. Allerdings gibt es auf dem Weg hin zu einem TV 4 mit befreitem OS einige Hürden – ganz so einfach und billig ist es nicht. Für den normalen Endnutzer ist das Tool noch wenig von Nutzen: Zunächst einmal können nur Mitglieder des regulären kostenpflichtigen Apple Developer Program ihre Set Top Box entsperren, schreibt Pangu. Viele Schritte und Know-How vonnöten Erste Versuche, den Jailbreak nur mit einer regulären Apple ID zu vollziehen, sollen aber laut 9to5 Mac bereits geglückt sein. Zudem kann „jb for ATV4“ nur die älteren Versionen tvOS 9.0/9.0.1 knacken und nicht die bereits Anfang dieser Woche ausgelieferte tvOS Version […]
Junggesellenabschied: Vor der Hochzeit nochmal feiern ? bis zur Festnahme
Partys mit Stretchlimo und Nahtoderfahrung: Junggesellenabschiede können heute nicht extrem genug sein. Auch Frauen lassen es kurz vor der Ehe noch mal richtig krachen. Aber warum nur? Von Michèle Loetzner
Im Sommer 2012 trug sich in Kaiserslautern Folgendes zu: Ein junger Mann bekam von seinen Freunden einen Holzkasten mit Schnäpschen umgeschnallt. Bald würde er heiraten, davor sollte die Männerrunde im Kollektiv zum Vollrausch antreten. Als er einem Passanten einen Klaren andrehen wollte, kam es zum Streit, Gründe unbekannt. Nach viel Gebrüll trennten sich die Kontrahenten, doch wenige Minuten später wurde der Bauchladentrupp durch die quietschenden Reifen eines Autos gestoppt, das quer über die Fahrbahn zum Stehen kam. Heraus sprang der Widersacher von eben, plus vier seiner Kumpel. Es begann eine Prügelei, der Bräutigam wurde so vermöbelt, dass die Hochzeit verschoben werden musste. Alles in allem ein zeitgemäßer, gelungener Junggesellenabschied.
Seit dem Jahr 2009 und dem ersten Film der „Hangover“-Trilogie sind Junggesellenabschiede wieder zum Pflichtprogramm geworden, gern in der Extremvariante. Kurz zur Erinnerung: Im Film machen sich drei Männer auf nach Las Vegas, um einen Freund in die Ehe zu verabschieden. Das Ganze läuft irrsinnig aus dem Ruder, aber trotz widriger Umstände scheinen die vier die beste Zeit ihres Lebens zu haben. Dem Roadmovie folgten eine Reihe weiterer Filme, die das Thema Junggesellenabschied aufgreifen, wie „Brautalarm“ oder „Die Hochzeit meiner dicksten Freundin“.
Alle suggerieren Ähnliches: Warum mit dem Bollerwagen abholen, wenn man einen Hummer mieten kann? Warum Bier, wenn es Champagner gibt? Warum der Lieblingsclub und nicht gleich Rio? Geld spielt keine Rolle, Hauptsache total krass. Außerdem: Mindestens eine Person muss vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen werden, am besten Braut oder Bräutigam. In Kaiserslautern: geglückt.
Die Sehnsucht nach alten Ritualen
Der Hamburger Trendforscher Peter Wippermann hat für die Sehnsucht nach der großen Abschiedsparty für das Singledasein eine Erklärung: „Seit der Millenniums-Krise streben viele wieder nach Bürgerlichkeit, denn die suggeriert ihnen Sicherheit. Dazu gehören auch Rituale wie die Hochzeit oder eben der Junggesellenabschied. Vorhergehende Generationen wie die 68er haben diese ja eigentlich völlig abgeschafft.“ Nun schafft man sie wieder an ? allerdings in der Post-68er-alles-geht-Variante. Dafür gab es bislang nicht allzu viele Vorlagen. Und genau deshalb ? so Wippermann ? sei Hollywood eine starke Inspiration.
Hinzu kommt, dass die Facebook-Generation stärker denn je an Ereignissen interessiert ist, die sie fotografieren, erzählen und posten kann ? gern gleich mit Patina. Dank Programmen wie Hipstamatic und Instagram wirkt das neuartige Junggesellenbesäufnis mit Gummipuppe sofort wie ein uraltes, unabdingbares Initiationsritual.
Es ist ja nicht so, dass der Junggesellenabschied völlig verschwunden war. Auf dem Land gab es ihn die ganze Zeit in rustikaler Form. Nun hat er die eventhungrigen Städter erobert. Und Hollywood macht mal wieder vor, wie es geht. Schon seit Jahrzehnten demonstriert das US-Kino, wie die einzelnen Stationen der Liebe auszusehen haben und welches Personal man dafür braucht, vom „Date Doktor“ bis zum „Wedding Planner“. Kein Wunder, dass auch hierzulande nun Stag Nights oder Hen Dos gefeiert werden, wie die Angelsachsen die Partys von Junggesellen beziehungsweise Junggesellinnen nennen. Schließlich laden Mütter längst auch zu Baby Showers (Baby-Geschenke-Partys) und Abiturienten zu Prom Nights statt zu Abibällen. Sogar die Spring-Break-Orgie hat Europa erreicht.
Fotoshooting und Agententraining
Ein neuer Wirtschaftssektor hat sich für all diese Events etabliert, einige wenige Agenturen haben sich auf Junggesellenabschiede spezialisiert. Eine davon ist die „Wunderwerkstadt“ in Berlin, dem beliebtesten aller Orte, die Deutsche zu diesem Zweck aufsuchen, außer Mallorca natürlich. Während der Hochsaison von Mai bis Juli organisieren die Agentinnen Linda Bollenberg und Davina Plönzke um die zwölf Junggesellenrituale pro Wochenende. Die beiden kümmern sich um Organisation und Ablauf, nach möglichst individuellem Muster. Ganz oft geht allerdings der erst nicht sehr originelle Wunsch voran: „So verrückt wie in ‚Hangover‘!“
Das Angebot wird dankbar angenommen. Wer selbst schon einmal einen Junggesellenabschied der modernen Sorte organisiert hat, weiß, warum man dafür Geld ausgibt. Sonst ereilen einen E-Mail-Fluten, deren Betreffzeilen nach kurzer Zeit so lauten: Re:Re:Re:Fwd:Aw:Re:Re. Der Trauzeuge wird zum Zeremonienmeister mit Burn-out-Gefährdung. Allein um sich auf ein Datum zu einigen, müssen dreimal neue Doodle-Listen angelegt werden.
Genau so kamen Linda und Davina zu ihrer Agentur, sie mussten vor einigen Jahren selbst einen Abschied planen. Heute kümmern sie sich hauptberuflich um Limousine und Striptease, diese zwei Zutaten sind nämlich fast am wichtigsten. Frauen wünschen sich dazu am liebsten noch ein professionelles Fotoshooting auf einer Dachterrasse, Männer ein „Agententraining“ mit viel Action in einem Berliner Bunker. Jepp, alle Klischees werden erfüllt. „Wer bei uns bucht, gibt pro Person zwischen 50 Euro und 400 Euro aus. Im Schnitt sind die Gruppen zu acht, genau so viele, wie in eine Stretchlimousine reinpassen.“ Insgesamt landet man schnell im dreistelligen Bereich. „Wir versuchen alles zu erfüllen, aber auch wir haben Grenzen: Wir besorgen zum Beispiel keine Prostituierten“, erklärt Linda Bollenberg. Ihr ist sehr bewusst, welchen Turbo die ‚Hangover‘-Trilogie ihrem Geschäft verpasst hat. „Seitdem ist die Zahl der Gruppen gestiegen, die etwas Außergewöhnliches wollen. Wir holen sogar Leute mit dem Helikopter ab oder bestellen die Jugendliebe zur Party ein, damit der Bräutigam sich final von ihr verabschieden kann.“
Das Ziel heißt „Vollrausch“
Vorbei sind die Zeiten, in denen man nur ein Hasenkostüm aus Polyester oder einen pinken Tüllschleier brauchte, um einen lustigen Abend zu verbringen. Jetzt wird tiefer in den Geldbeutel und die Ideenkiste gegriffen. Das Ziel „Vollrausch“ ist zwar immer noch dasselbe, aber der Weg dorthin muss Kreativpreis-verdächtig sein. In welche Sphären das gehen kann, macht Großbritannien vor. Dort gehören die Hen- und Stag-Partys zum festen Feierritual mit gewolltem Nahtod-Ausgang. Wie das aussieht, hat der Fotograf Dougie Wallace über zwei Jahre in Blackpool dokumentiert, einem britischen Küstenstädtchen und Hochburg für Sauftouren vor der Ehe. Seine Bilder zeigen Männer und Frauen in Warnwesten oder Hello-Kitty-Schlafanzügen, lattenstramm, beim maßlosen Essen oder sich übergebend. Als Krönung: ein Bräutigam nackt mit Klarsichtfolie an einen Laternenpfahl gefesselt.
Bei der letzten Party vor dem Hochzeitsfest hat die Emanzipation auch bei uns Volles geleistet. Beide Geschlechter feiern gleich viel und gleich hart. Noch vor ein paar Jahrzehnten, zur Blütezeit der rein männlichen Junggesellenabschiede, war das undenkbar. Damals galt es ja sogar als unschicklich, wenn Frauen betrunken oder ? oh Gott ? mit Zigarette über die Straße liefen. Trendforscher Wippermann erinnert daran, dass Frauen fast unbemerkt eine männliche Bastion erobert haben, wenn dadurch auch der gemeinsame Polterabend irgendwie im Partynirwana verschwunden ist.
Es soll doch perfekt sein!
Größer, teurer, verrückter feiern ? das klingt eigentlich nach einem harmlosen Spaß. Wenn da nur nicht die tiefe Sehnsucht nach Perfektion wäre, sobald es ans Heiraten geht. Da wird das Ritual schnell zum Stressfaktor. Nicht nur für den Planer, auch für die restlichen Gäste. Ein Beispiel aus der Praxis. Kerstin, die in Paris lebt, wollte als Trauzeugin ihrer besten Freundin Steffi, die im heimatlichen Dorf in Niederbayern geblieben ist, etwas Besonderes organisieren: ein Wochenende in Paris mit Bootsfahrt auf der Seine, Spa-Besuch und Shopping-Tour mit persönlichem Chauffeur. Abends ein Tisch in einem der hipsten Pariser Clubs, um Mitternacht sollte André der Stripper dem Ganzen die Krönung aufsetzen.
Es musste der beste, tollste und großartigste Trip in Steffis Leben werden. Bis Kerstin ihr Vorhaben den restlichen Freundinnen kundtat. Die überschlugen kurz, dass für sie der Wochenend-Ausflug pro Person auf über 1000 Euro kommen würde, und sagten reihenweise ab. Das war einfach zu viel von allem.
Man hätte sich einigen können auf ein ähnliches, aber günstigeres Wochenende in der nächsten deutschen Großstadt, aber Kerstin war so frustriert, dass sie sich wochenlang nicht mehr meldete, bis man keinen Termin mehr festlegen konnte, an dem die meisten Zeit hatten. Der Junggesellenabschied fiel aus. Auf der Hochzeit schämten sich alle Freundinnen, die Braut war bitter enttäuscht.
In „Hangover“ heiratet keiner mehr
„Wir denken, wir müssen fehlerfrei funktionieren und aus allem das Beste herausholen“, sagt der Aachener Paartherapeut Volker van den Boom. Das gilt für die Trauzeugen wie für das Brautpaar. „In unserem Alltag versuchen wir ständig, alles richtig zu machen, und nehmen dabei oft unnötig Rücksicht. Das nährt im Gegenzug auch den Wunsch nach totalem Kontrollverlust.“ Damit aber nur der intimste Freundeskreis etwas davon mitbekommt, wird gerade für den Extrem-Exzess gern weit gereist, am liebsten in eine anonyme Großstadt. Insofern das der Geldbeutel hergibt.
Das mag nicht gesund sein. Aber es bringt Freunde näher zusammen. Und Freunde fühlen sich für viele heute mehr nach Familie an als die eigentlichen Blutsverwandten. Die neuen Rituale, die diesen Freundschaften dienen, sind auch deshalb durchaus hilfreich, findet sowohl Trendforscher Wippermann als auch Therapeut van den Boom. Und sie vermitteln dabei das Gefühl von Sicherheit. Quasi ein beschützter Vollrausch. Nur sollte man sich eben vorher nicht so viel Stress machen, sonst endet dieses Fest unter Freunden genau wie diese andere berüchtigte Familienfeier. Sie wissen schon: die mit Baum, Gans und Nervenzusammenbruch.
Wer zu ungesunden Übertreibungen beim Feiern neigt, sollte sich vielleicht ? wie es in den vergangenen Monaten bereits drei Millionen Deutsche getan haben ? noch schnell den dritten Teil von „Hangover“ ansehen. In der letzten Folge der Trilogie wird demonstriert, wie die Fortsetzung des Exzesses aussieht: Nun geht es nicht mehr um Junggesellenabschiede, sondern die Protagonisten machen sich auf, einen der Ihren in eine (nicht näher spezifizierte) Anstalt zu verfrachten. Von Hochzeit keine Spur.
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