- Rundfunkbeitrag: Auch ZDF und Deutschlandradio wollen mehr Geld
Ende vergangener Woche berichteten wir über den steigenden Finanzbedarf der ARD. Am gleichen Tag hat aber nicht nur die ARD ihre Finanzplanung für 2017 bis 2020 eingereicht, sondern natürlich im Rahmen ihres öffentlichen Auftrags auch das ZDF und Deutschlandradio. Im Zuge der Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten sehen sie alle einen steigenden Bedarf. Jedoch äußern sich die zu erwartenden Kostensteigerungen im Verhältnis zur ARD, die insgesamt über 99 Millionen mehr anfordern als ihr nach dem Verteilungsplan aus den Rücklagen sowieso zusteht, beim ZDF ziemlich moderat. Das , mit den Rücklagen auszukommen. 383 Millionen Euro Mehrbedarf plant der Sender für die kommende Beitragsperiode ein. Da wäre dann sogar noch etwas über. Die Zahlen hatte das ZDF bisher nicht öffentlich gemacht und heute auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur vermeldet (via Heise). Radio ist teuer Anders sieht es bei Deutschlandradio aus. Deutschlandradio hat […]
- Ben Dahlhaus: Der Hype um das mysteriöse Sex-Symbol
Panorama Ben Dahlhaus Der Hype um das mysteriöse Sex-Symbol Veröffentlicht am 29.07.2014 | Lesedauer: 4 Minuten Er kam zu Internet-Ruhm, weil er auf dem Foto-Blog einer Freundin besonders bärtig und besonders gut aussah: Ben Dahlhaus. Er kam zu Internet-Ruhm, weil er auf dem Foto-Blog einer Freundin besonders bärtig und besonders gut aussah: Ben Dahlhaus. Quelle: brathwaith.com Ben Dahlhaus heißt das neue Netz-Phänomen. Der junge Mann aus NRW wird von ?Buzzfeed? und ?New York Post? zum heißesten Mann der Welt ernannt. Sein Ruhm lässt sich mit Kartoffelsalat erklären. Anzeige Andy Warhol hatte einfach Recht, als er 1968 sagte, dass in Zukunft jeder für fünfzehn Minuten Weltruhm erlangen würde. Musste man Anfang der Nullerjahre noch an einer Casting- oder Realityshow teilnehmen um vom Zuschauer zum Angeschauten zu werden, muss man jetzt eigentlich gar nichts Besonderes mehr machen. Bei Jeremy Meeks reichte es […]
- Planung ist alles
Sieben Schritte zum stressfreien Umzug Mehr als acht Millionen Menschen ziehen jedes Jahr in Deutschland um ? viele davon aus der Mietwohnung in die eigenen vier Wände. ?Wer die wichtigsten Schritte rechtzeitig plant, kriegt alles ohne Hektik in den Griff?, sagt Schwäbisch Hall-Expertin Carolin Schneider und präsentiert ihre ?Anti-Stress-Umzugsliste?. 1. Helfende Hände: Umzugsprofis halten die helfende Hand auf (mehrere Angebote einholen), bieten dafür Erfahrung und haften für eventuelle Transportschäden. Wer in Eigenregie umzieht, sollte mit Freunden und Familie als Umzugshelfer großzügig planen: Einer springt immer kurzfristig ab. Kosten fallen in der Regel nur für einen Miettransporter an. Wichtig: Reicht dafür Führer-scheinklasse B? 2. Ab- und Ummeldungen, Kündigungen: Eine Vielzahl von Unternehmen und Behörden muss über die Adressänderung informiert werden. Zu den wichtigsten gehören Arbeitgeber, Finanzamt, Bank, Schule und Kindergarten, Krankenkasse, Versicherungen und sonstige Vertragspartner (z. B. für Kredite, Leasing, Zeitungs-Abos, […]
- Roger Moore: Bond-Stars verabschieden sich
© landmarkmedia/Shutterstock.com Wusstest Du schon… Jessica Alba ? heimliche ?Zwillings-Cousine?? Die Nachricht von Roger Moores (1927-2017) Tod hat nicht nur die Fans getroffen. Auch seine 007-Kollegen zeigten sich bestürzt. Der aktuelle James Bond, Daniel Craig (49), zollte Moore über Twitter Respekt und gab ihm das wohl schönste Kompliment: ?Keiner macht es besser ? in Liebe, Daniel?. Darunter ist ein Foto der beiden Schauspieler zu sehen. Auch Pierce Brosnan (64), der den Geheimagenten von 1995 bis 2002 spielte, nutzte Social Media, um sein Beileid auszudrücken. Auf Facebook schrieb er zu einem alten Schnappschuss: ?Lieber Sir Roger Moore, mit schwerem Herzen habe ich heute Morgen die Nachricht deines Ablebens erhalten. Du warst ein großartiger James Bond, einer der mir den Weg gezeigt hat. Die Welt wird dich und deinen einzigartigen Humor noch lange vermissen?. Sogar Sean Connery meldet sich zu Wort Und […]
- Microsoft-Chatbot „Zo“ bezeichnet den Koran als „sehr gewalttätig“
Fast alle namhaften IT-Unternehmen forschen derzeit an Künstlicher Intelligenz, ein beliebtes „Ergebnis“ sind die so genannten Chatbots. Mit KIs bzw. genauer gesagt Intelligenz haben diese textbasierten Dialogsysteme aber wenig bis nichts zu tun, das beweisen sie auch regelmäßig durch Pannen. Microsoft muss sich nun zum wiederholten Mal mit einer kontroversen Aussage beschäftigen. Chatbot Zo zum KoranIm Frühjahr 2016 hatte das Redmonder Unternehmen das erste Mal wenig Glück mit einem in die freie Wildbahn entlassenen Chatbot, dieser trug damals den Namen Tay: Dieser wurde von Nutzern u. a. dazu gebracht, den Holocaust zu leugnen und andere kontroverse Falschaussagen zu machen. Microsoft musste sich damals dafür entschuldigen und meinte, dass die Sicherheitsmechanismen zu lasch gewesen seien. Man versprach, es künftig besser machen zu wollen. Politik und Religion sind an sich tabu Doch auch „Zo“, einer der Tay-Nachfolger-Chatbots, ist nicht vor Fettnäpfchen gefeit. […]
- Jason Momoa hat seine Frau zurück
Als Lisa Bonet und ihr Ex-Mann Lenny Kravitz gemeinsam auf der diesjährigen Met Gala erschienen, war das Geschrei nach einem Liebes-Comeback groß. Die Eltern von Jung-Schauspielerin Zoë Kravitz sind trotz ihrer Scheidung 1993 gut befreundet. Jason Momoa und Lenny Kravitz kommen bestens miteinander klar. Verheiratet ist Lisa jedoch nun schon seit 2007 mit Schauspiel-Kollege und ?Game of Thrones?-Star Jason Momoa. Mit ihm hat sie zwei weitere Kinder. Dass Lenny sich für den Auftritt auf dem Roten Teppich seine Gattin quasi ?ausgeliehen? hat, damit hat Jason kein Problem. Die beiden Männer kommen bestens miteinander klar. Das verriet Zoë Kravitz im Interview mit dem Magazin Ocean Drive. Außerdem erklärte sie, wie sehr es ihr hilft, dass ihre Eltern nach wie vor super miteinander klar kommen. ?In meiner Familie gibt es so viel Liebe.? ?Mein Vater und mein Stiefvater kommen bestens miteinander aus. […]
- Microsoft vertuschte Überwachung von politischen Gegnern Chinas
Zwei ehemalige Mitarbeiter haben sich nach der Bekanntgabe von Microsoft zu Wort gemeldet, in der das Unternehmen angekündigt hatte, Warnungen bei staatlichen Hackerangriffen an die Nutzer herauszugeben. Die Ex-Angestellten erheben dabei schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber. Denn das nun gegebene Versprechen, Nutzer bei entdeckten Angriffen zu warnen, wäre scheinheilig und käme Jahre zu spät, zitiert die die ehemaligen Mitarbeiter. Zur Untermauerung der Anschuldigung gibt es einen Bericht über einen weltweiten Angriff gegen Hotmail-User, der aus China gesteuert wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach ging er von der chinesischen Regierung aus und richtete sich gegen politisch Aktive, vor allem Pro-chinesischer Minderheiten und Medienmacher. Monatelange Überwachung von politischen Gegnern Demnach hatte es ab Juni 2009 einen Angriff auf Hotmail-Konten aus China gegeben. Aber erst 2011 wurde der Angriff entdeckt, nachdem Sicherheitsforscher von Trend Micro in Hotmail eine Sicherheitslücke aufgespürt hatten. Öffentlich gemacht wurde […]
- 10 Gründe eine Fremdsprache zu lernen
10 Gründe eine Fremdsprache zu lernen Wir staunen über Menschen, welche mehrere Fremdsprachen beherrschen und vergessen oft, dass zwischen ihnen und uns nur ein ganz kleiner Unterschied besteht ? sie haben angefangen eine Sprache zu lernen und durchgehalten. Lesen Sie hier gute Gründe um mit dem Lernen einer Sprache zu beginnen. Das könnte Sie auch interessieren: 10 gute Gründe eine Fremdsprache zu lernen Wir präsentieren Ihnen hier 10 Gründe welche dafür sprechen, mit dem Lernen einer Sprache zu beginnen. Denken Sie darüber nach und bringen Sie dadurch den ersten Stein ins rollen. Wenn Sie motiviert sind eine Fremdsprache zu lernen, werden Sie sicher noch viele weitere gute Gründe finden. 1. Sie interessieren sich für andere Kulturen Sie sind ein weltoffener Mensch und interessieren sich für andere Länder, Kulturen und Traditionen. Wenn Sie eine Fremdsprache lernen, lernen Sie mehr als nur […]
- Mit weltmeisterlichem Duschvergnügen Kunden gewinnen
hansgrohe Online- und TV-Kampagne macht Lust auf ?Duschen wie ein Weltmeister? Mit einer umfassenden Kampagne unter dem Motto ?Duschen wie ein Weltmeister? unterstützt die Marke hansgrohe als Titelsponsor des BORA-hansgrohe Radsportteams ihre Partner in Handel und Handwerk. Vom 24. April bis Ende Juni, im Vorfeld der Tour de France, laufen zur besten Sendezeit auf ARD, NTV und N24 TV-Spots, die Lust aufs Duschen mit hansgrohe machen. Social Media-Kanäle und Online-Banner leiten auf die Kampagnenwebseite mit dem hansgrohe Shopfinder, der zu teilnehmenden Fachhändlern führt. Charismatischer Star und medienstarker Markenbotschafter der Kampagne ist der amtierende Radrenn-Weltmeister Peter Sagan*. Im Rahmen einer Gewinnaktion werden unter anderem VIP-Tickets für das Finale der Tour de France in Paris verlost. Von starkem Markenauftritt profitieren ?Mit der Marke hansgrohe sind wir seit Januar 2017 Titelsponsor des international aktiven Profi-Radteams BORA-hansgrohe. Damit steigern wir unsere Markenbekanntheit beim Endverbraucher […]
- Vorsicht bei Trennung / Traurig aber leider die Rechtliche Wahrheit
Hallo Forumsmitglieder, das ist jetzt kein schönes Thema und ich weiß das einige von euch das eher unpassend finden aber ich finde jede Frau sollte darüber bescheid wissen. Ich selbst war nach 4 Jahren Beziehung endlich verlobt und man wollte eine gemeinsame Zukunft planen. Hat sich dann aber aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden. Nach 5 Jahren gerichtlicher Schlammschlacht wegen Geschenken etc. wurde nun vom Richter in 2. Instanz entschieden, dass ich mein Eigentum das er unterschlagen hat nicht wieder bekomme. Ich jedoch für den Verlobungsring den ich ihm damals mit Freuden zurück gegeben habe aufkommen muss, da er ihn angeblich nicht von mir zurück erhalten hätte in den 4 Monaten die wir nach der Trennung noch gemeinsam in unserer Wohnung gelebt haben.D.h. ohne einen Zeugen der bei der Rückgabe anwesend war oder eine Quittung von meinem Ex habe ich keinen […]
Günstiger Trainieren: „Fitnessstudios sind nur Zeitverschwendung“
Zehntausende stählen sich bereits mit einem Programm namens „Fit ohne Geräte“, das Trainer Mark Lauren entwickelt hat. Im Interview erklärt er, wie man schnell und günstig auf Trab kommen kann. Von Brenda Strohmaier Brenda StrohmaierBiografie und alle Artikel des AutorsFacebook
Joggen, Bauch-Beine-Po-Kurse, Hungerkuren ? alles Zeitverschwendung, sagt der amerikanische Fitnesstrainer Mark Lauren. Sein Credo: Schlank und fit wird der Mensch am effektivsten, indem er allein zu Hause ohne viel Firlefanz vor sich hin turnt.
Laurens Botschaft, die er auch auf Mandarin, Spanisch und Russisch in der Welt verbreitet, kommt insbesondere in Deutschland bestens an: Fast 300.000 seiner Trainings-Bücher und -DVDs fanden hierzulande schon Abnehmer. „Fit ohne Geräte ? Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht“ heißt das Lauren-Prinzip etwas sperrig auf Deutsch. Auf Englisch klingt die Sache cooler: „You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises“ lautet der Originaltitel des vor drei Jahren erstmals erschienenen Werkes.
Um den neuen Erfolg der uralten Trainingsidee zu verstehen, muss man nur mal ein 30-minütiges Lauren-Programm absolvieren, zum Beispiel eines von der speziell für Frauen gedachten DVD, die kommenden Mittwoch auf den Markt kommt (Riva, 17 Euro).
Unfassbar, wie viel man in einer halben Stunde schwitzen kann und welche Muskelpartien selbst eine fitte Person noch entdeckt, nachdem sie schier unendlich viele Ausfallschritte mit Drehungen, eine Liegestützvariante namens „Sturzflug“ und die Übung „Dirty Dog“ hinter sich gebracht hat, bei der man aus dem Vierfüßlerstand immer abwechselnd ein angewinkeltes Bein zur Seite hebt.
Also: Das Programm, das Mark Lauren als Ausbilder von Spezialtruppen der amerikanischen Armee entwickelte, funktioniert bestens für den Hausgebrauch.
Höchste Zeit, per Skype bei dem 36-Jährigen in Florida zum Interview anzutreten. Bevor wir auf Englisch loslegen, klären wir erst, warum er auf der DVD sein Intro so gut auf Deutsch abliefert: Seine Oma ist Deutsche, die ersten neun Jahre seines Lebens verbrachte er in Hanau. Natürlich trägt er ein Shirt mit kurzen Ärmeln. Womit wir bei seinen Muskeln wären ? und mitten im Thema.
Die Welt: Wenn ich immer eifrig Ihr Programm durchziehe, bekomme ich dann solche Arme wie Sie? Oder wie Madonna?
Mark Lauren: Viele Frauen fürchten sich tatsächlich vor zu vielen Muskeln. Aber eine Frau müsste unfassbar hart trainieren, um ihren Körper in etwas zu verwandeln, das sie nicht mehr mag. Schon Männer müssen sich enorm anstrengen, um Muskelmasse aufzubauen. Sie als Frau haben einen sehr viel niedrigeren Testosteronspiegel als ich. Die Vorstellung ist total unrealistisch, dass Ihr Muskelwachstum von ein bisschen Krafttraining völlig außer Kontrolle gerät und Sie so mager und muskulös werden wie Madonna. Sie hat ihr ganzes Leben gebraucht, um so auszusehen.
Die Welt: Aber schon nach drei Mal trainieren fühle ich die Muskeln wachsen.
Lauren: Das ist doch toll! In den ersten zwei, drei Monaten geht der Muskelaufbau am schnellsten. Dann bekommen Frauen manchmal Angst, aber glauben Sie mir: Das geht nicht so weiter. Und Muskeln sind das Fundament für Ihre Fitness. Der Stoffwechsel beschleunigt sich, und Sie verbrennen mehr Kalorien, auch wenn Sie nichts tun. Ihre Muskeln sind wie Motoren. Wenn Sie fünf Pfund an Muskulatur zulegen, ist das, als würden Sie von einem Vierzylindermotor auf ein Achtzylindermodell aufrüsten. Der braucht auch im Leerlauf mehr Benzin.
Die Welt: Warum ist Ihr Programm ausgerechnet in Deutschland so erfolgreich?
Lauren: Die Deutschen sind eben sparsam und effizient. In Amerika dagegen glauben viele noch die Marketingversprechen der Fitnessindustrie. Die erzählt immer wieder, dass unser Wohlbefinden von Studios, Trainern und Hilfsmitteln abhängt. Vergessen Sie das alles! Meine Botschaft ist: Wir brauchen nichts davon, wir brauchen nur unseren Körper und das Wissen, was wir damit tun können.
Die Welt: Aber was spricht denn dagegen, im Fitnessstudio Gewichte zu stemmen?
Lauren: Wenn man an Geräten übt, dann wird man vor allem gut darin, diese zu bewegen. Wenn man mit dem eigenen Körpergewicht trainiert, also zum Beispiel auf einem Bein Kniebeugen praktiziert, wird man stark, gelenkig, verbessert die Balance und die Koordination. Man wird also gut darin, das zu benutzen, was man immer dabeihat: seinen Körper. Wenn Sie wissen, wie man den richtig bewegt, haben Sie Ihr Fitnessstudio im Kopf.
Die Welt: Aber in meinem Kopf gibt es keine Tanzkurse wie im Fitnessstudio.
Lauren: Die Fitnessindustrie nutzt gerade die soziale Ader von Frauen hemmungslos aus und redet ihnen ein, dass sie spezielle Stunden brauchen. Klar, wenn Sie gerne tanzen, besuchen Sie Tanzkurse. Aber wenn Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun und zugleich gut aussehen wollen, dann trainieren Sie allein zu Hause. Dreimal die Woche dreißig Minuten, fertig. Nutzen Sie die gewonnene Zeit, um mit Freunden herumzuhängen statt in einem verschwitzten Studio.
Die Welt: Joggen halten Sie ebenso für Zeitverschwendung …
Lauren: Und das ist es auch. Wenn es um Fitness geht, wollen wir doch zwei Dinge: gesund sein und den Körper in Form bringen. Wir wollen so schlank und muskulös wie möglich werden mit so wenig Aufwand wie nötig. Wenn man joggt, verbrennt man höchstens 300 Extrakalorien. Außerdem verlangsamt man auf Dauer seinen Stoffwechsel, weil der Körper Muskeln abbaut. Schauen Sie doch die dürren 5000- oder 10.000-Meter-Läufer an! Die haben keinen einzigen überflüssigen Muskel.
Die Welt: Ihre Programme fühlen sich zeitweilig wie eine Turbo-Yoga-Session an. War Yoga eine Ihrer Inspirationen?
Lauren: Unter anderen. Ich habe mir die besten Körpergewichtsübungen aus allen möglichen Sportarten ausgesucht, vom Turnen bis zu Pilates, und daraus schließlich 125 verschiedene Übungen entwickelt. Ich habe sogar Bewegungen weiterentwickelt, die man von Gewichthebern kennt. Wie die mit geradem Rücken ganz tief in die Hocke gehen ? das ist ungeheuer anstrengend.
Die Welt: Ursprünglich haben Sie Elitesoldaten mit dem Programm fit gemacht. Waren Sie so ein typischer Drill Instructor, wie man ihn aus Filmen wie „Full Metal Jacket“ kennt?
Lauren: Nein, ich war die meiste Zeit ganz anders als meine Ausbilder. Als ich 1997 antrat, um in die Eliteeinheiten aufgenommen zu werden, da haben die Lehrer noch alles versucht, um uns zum Aufgeben zu bringen. Und sie haben es meistens geschafft. Aus meinem Jahrgang sind von hundert Leuten letztlich gerade mal vier angenommen worden. Dann kam der 11. September und Afghanistan. Und wir brauchten viel mehr Leute.
Die Welt: Das heißt, Quälen war plötzlich out?
Lauren: Genau. Plötzlich hieß es: Ihr könnt nicht einfach nur vier Rekruten durchkommen lassen. Wir haben uns erst noch gewehrt. Und dann haben wir angefangen, die Leute wie Athleten zu trainieren. Wir entwickelten sportphysiologisch durchdachte Programme, die auf jeden Einzelnen abgestimmt waren, genau mit der richtigen Menge an Belastung und Erholung. Und wir haben in kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielt.
Die Welt: Härter ist also nicht gleich besser?
Lauren: Nein. Genug ist genug. Jedes Mal, wenn Sie über Ihre Grenzen so weit hinausgehen, dass der Körper sich nicht mehr daran anpassen kann, verlängern Sie nur den Prozess der Regeneration. Gerade Anfänger brauchen nicht allzu viel Belastung, um einen Fortschritt zu erzielen.
Die Welt: Die Übungen in Ihrem ersten „Fit ohne Geräte“-Buch finde ich für Einsteiger ziemlich heftig. Ich würde auch normalen Männern zum Anfang die Frauenvariante empfehlen.
Lauren: Ja, das ist durchaus sinnvoll. Ich habe in der Zwischenzeit dazugelernt. Beim Militär habe ich mit fitten jungen Männern gearbeitet. Für sie war es ein guter Einstieg, sehr viele einfache Übungen zu machen. Aber ich musste verstehen lernen, dass es für untrainierte Anfänger oft schon reicht, einfache Bewegungen einige Male zu wiederholen. Aber unterschätzen Sie die Frauen-Variante nicht: Die fortgeschrittenen Übungen sind auch sehr intensiv.
Die Welt: Stimmt es eigentlich, dass Ihre Oma noch Liegestütze macht?
Lauren: Ja, sie ist Mitte 70 und unglaublich fit. Ich war gerade im Frühjahr mit ihr in Füssen und habe mit ihr Neuschwanstein angeschaut. Sie macht die Liegestütze natürlich nicht am Boden, sondern legt ihre Hände auf einen Tisch. Körpergewichtsübungen lassen sich wirklich gut für jedes Level anpassen.
Die Welt: Was können Sie uns zur Motivation raten? Sie sind immerhin so willensstark, dass Sie mal 133 Meter mit einem Atemzug tauchten und deshalb immer noch den Unterwasserrekord der US-Armee halten.
Lauren: Ich bin so lange geschwommen, bis ich ohnmächtig wurde. Ich wollte einfach diesen Rekord brechen. Genau das ist der Trick. Die vage Idee, fitter und gesünder zu werden, ist gar nicht so hilfreich. Eher sollte man sich ein ganz genaues Ziel und eine Deadline setzen. Zum Beispiel zehn Wochen lang keine Trainingseinheit ausfallen zu lassen.
Die Welt: Sympathisch finde ich Ihren Rat, die Waage wegzuwerfen.
Lauren: Ich höre leider immer wieder: „Ich habe Ihr Programm schon einen Monat benutzt und nur ein Kilo abgenommen.“ Das ist doch egal. Wahrscheinlich hat derjenige schon drei Pfund Fett durch Muskeln ersetzt. Es geht nicht um das Gewicht, sondern um den Körperbau und wie fit man wirklich ist. Diese ganz dünnen Frauen ohne Muskeln sind doch einfach nicht so attraktiv.
Die Welt: Hm! Das sehen all die Leonardo DiCaprios dieser Erde, die sich in Models verlieben, aber anders. Und die Fashion-Welt sowieso.
Lauren: Noch. Die Modeindustrie wird das auch noch verstehen. Ich sehe ansonsten überall einen Trend zur starken Frau.
Die Welt: Träumen Sie davon, dass die ganze Welt eines Tages Ihr Bodyweight-Training praktiziert?
Lauren: Absolut, Mark Lauren soll eine Marke werden. Nicht, um selbst viel Geld zu verdienen. Ich möchte den Rest meines Lebens erschwingliche Fitnessprodukte produzieren. Ein Fitnessstudio ist vielerorts nur etwas für die Oberklasse, aber Fitness sollte sich jeder leisten können.
Foto: Münchner Verlagsgruppe GmbH Bestseller: Das Buch „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren kostet 16,99 Euro
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