- Weber Industries übernimmt Alsace Meubles
14.03.2014 ? Der französische Möbelhersteller Weber Industries hat am 21. Februar dieses Jahres den Lattenrosthersteller Alsace Meubles mit der Marke ?LeBed? sowie 35 Mitarbeitern übernommen. Alsace Meubles wird künftig unter dem Namen WeBed firmieren; die Produktion von Holzlattenrosten und Bettbestandteilen wird in den Weber-Konzern integriert. Das Unternehmen, das in den letzten Jahren Verluste erwirtschaftet hat, wird seinen Fokus nach entsprechenden Umstrukturierungsmaßnahmen künftig auf die Exportmärkte Schweiz, Deutschland und die Benelux-Ländern sowie auf die Weber-Kunden legen. Darüber hinaus soll die 12.000 m² große Produktionsstätte nach dem Vorbild der Vertriebsschiene ?Cuisine Salle de Bains? (Zerlegtküchen- und Badmöbel) der Weber-Tochtergesellschaft WM88 umgebaut werden. Dabei ist eine Kommissions- und Serienfertigung mit 15-tägiger Lieferzeit vorgesehen. Mittelfristig strebt Alsace Meubles einen Umsatz von 15 Mio ? an. Weber beschäftigt derzeit 700 Mitarbeiter in mehreren Produktionsstätten in Frankreich und Rumänien und erwirtschaftete im letzten Jahr einen Umsatz […]
- Max Müller und Starlet kaufen weitere Alno-Aktien
06.08.2013 ? Der CEO des Küchenherstellers Alno, Max Müller, und seine Firma Starlet Investment haben am 5. August weitere Aktien des Küchenherstellers gekauft. Dies geht aus zwei Directors? Dealings-Mitteilungen hervor. Müller hat demnach über seine Unternehmensberatungsgesellschaft Max Müller und Partner zum Preis von 0,90 ?/Stück 50.000 Aktien übernommen; Starlet kaufte 150.000 Aktien zum Preis von 0,94 ?/Stück. Das Gesamtvolumen der beiden Transaktionen belief sich damit auf 186.000 ?. Laut der letzten Übersicht zur Aktionärsstruktur waren Müller, seine Gesellschaften und Familienmitglieder bislang mit 5,28 % an Alno beteiligt. Dieser Anteil hat sich nun leicht erhöht. Der Kurs der Alno-Aktie war nach einem zwischenzeitlichen Hoch von 1,119 ? am 22. Juli stetig gesunken und lag gestern vorübergehend bei 0,85 ?. Den Handel im XETRA-System beendete die Alno-Aktie am 5. August mit 0,997 ?. Mit Beginn des heutigen Handelstages lag der Kurs zunächst […]
- Evan Rachel Wood kritisiert ?Fleischbeschau?
Immer mal wieder fragt man sich, was in Hollywood eigentlich schief läuft. Sex-Eskapaden, Essstörungen, Drogensucht. Die Liste der Probleme ist lang. Und es sind vor allem die jungen Stars, die oftmals ganz schön an ihrem plötzlichen Ruhm zu knabbern haben. Auch heute noch posiert Evan Rachel Wood gerne leicht bekleidet. Bei einem Shooting 2003 (Evan ist das dritte Mädchen von rechts) jedoch fühlte sie sich nicht selbstbestimmt. Anscheinend jedoch ist es nicht nur das Dasein in der Weltöffentlichkeit, das einige VIP-Teenies gehörig verkorkst. Evan Rachel Wood hat nun erneut eine Diskussion entfacht, die in der Traumfabrik immer mal wieder aufkommt. Die heute 27-Jährige erschien im Jahr 2003 auf dem Cover der Vanity Fair. Eine große Ehre möchte man meinen. Doch Evan fühlte sich bei dem Fotoshooting sehr, sehr unwohl. Auf Twitter schreibt sie: ?Ich war danach den Tränen nahe. Ich […]
- Hansgrohe weiter auf Wachstumskurs
Veränderung im leitenden Management der Hansgrohe SE Die Hansgrohe SE wird das ehrgeizige Ziel, doppelt so schnell wie der Markt zu wachsen und dabei seine hohe Ertragskraft weiter auszubauen, im laufenden Geschäftsjahr erneut erreichen und damit die Entwicklung der letzten Jahre erfolgreich fortsetzen. Die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro wird dabei nach aktueller Erwartung 2016 überschritten werden. Unsere Kunden nehmen unsere Produkte so begeistert an, dass auch weitere Steigerungen im Rahmen der Wachstumsstrategie umsetzbar sind. Hansgrohe hat damit einen festen Platz in der Liga der mittelständischen Großunternehmen. Strukturen für weiteres Wachstum geschaffen Die Ende 2014 vom Vorstand initiierte Wachstumsstrategie Hansgrohe 2020 zeigte schon mit dem Umsatz- und Ergebnisrekord im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sichtbare Erfolge. Damit gehen nicht nur Produkt- und Marktoffensiven, sondern auch Weiterentwicklungen bei den Arbeitsprozessen als auch bei der Organisationsstruktur einher. Ein Beispiel ist die jüngst kommunizierte Veränderung […]
- Auch Nationalspieler haben mal Freizeit …
Fotogalerie mit 14 Bildern Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil, Lukas Podolski, Julian Draxler, Kevin Grosskreutz und Matthias Ginter statteten einer Schule und einem Kindergarten in Santo André einen Besuch ab. Da darf ein Gruppenfoto natürlich nicht fehlen. © Felipe Oliveira/Getty Images nun gleich online lesen
- Stilles Örtchen? Von wegen!
Herzlich Willkommen im Duravit Blog ? einem Forum für alle, die mehr über die technischen Details unserer Produkte und deren Handhabung wissen möchten oder sich einfach für Tipps und Tricks rund ums Badezimmer interessieren. Da unser Blog dem Austausch von Gedanken, Informationen und Erfahrungen dienen soll, würden wir uns freuen, kein ?stilles Örtchen? erschaffen zu haben. Vielmehr hoffen wir, Fragezeichen durch Punkte ersetzen und wertvolle Anleitungen für Ihr Traumbad geben zu können. Von der Badplanung über die fachgerechte Ausführung hin zum Wohlfühlmoment ? bei jedem dieser Schritte unterstützen wir Sie gerne! Und noch etwas: Bitte beteiligen Sie sich! Wir freuen uns auf Sie! Beitrag ansehen sowas?
- Bene weist auch im ersten Halbjahr Verluste aus
19.09.2014 ? In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014/2015 hat der österreichische Büromöbelhersteller Bene seine Verluste weiter reduziert. Der EBIT-Verlust konnte mit -5,2 Mio ? gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als halbiert werden. Restrukturierungskosten haben das EBIT mit 2,2 Mio ? belastet; positive Effekte ergaben sich dagegen aus der Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Personalkosten. Der Gruppenumsatz ist um 10,7 % auf 73,5 Mio ? zurückgegangen. Überproportionale Einbußen gab es in Österreich (-12,3 % auf 18,3 Mio ?), Deutschland (-16,8 % auf 18,9 Mio ?) und in der Region ?CEE/RUS/GUS? (-40,7 % auf 7,6 Mio ?). Der Umsatzeinbruch im Segment ?Rest der Welt? (-73,4 % auf 1,6 Mio ?) ist nach Unternehmensangaben vor allem auf die Beendigung des Joint Ventures ?Asia Pacific? zurückzuführen. Im ?sonstigen Westeuropa? (-4,5 % auf 9,3 Mio ?) hat der Umsatz nur einstellig nachgegeben. […]
- Miley Cyrus: Darum bleibt sie in Australien
if(!empty($p_prev) || !empty($p_next)): ?> if(!empty($p_prev)): ?> endif; ?> if(!empty($p_next)): ?> endif; ?> endif; ?> Auch wenn es viele noch nicht so richtig glauben wollen, alles deutet daraufhin, dass sich im Showbiz das nächste große Liebes-Comeback anbahnt. Nachdem Miley Cyrus (23, ?Bangerz?) schon Silvester bei ihrem Ex-Freund Liam Hemsworth (25, ?Cut Bank?) in Australien verbracht hat, sagte die Sängerin jetzt sogar einen Auftritt in Los Angeles ab, um noch länger in Down Under bleiben zu können. Das teilte Linda Perry, Veranstalterin der ?Hands of Love?-Party am Dienstag mit. Laut ?E! News? hätte Cyrus einen Tag zuvor bei dem Event performen und ihren gleichnamigen Song ?Hands of Love? singen sollen. Doch sie erschien nicht und verlängerte stattdessen lieber ihren Australien-Urlaub. Ein weiteres Indiz dafür, dass es zwischen den beiden Stars wieder heftig knistern soll. Den Song ?Hands of Love?, der die Titelmusik […]
- Kate Walsh ? sexy im Bikini ? Liebesurlaub
Das Paar ist seit mehr als drei Jahren zusammen und wirkt immer noch wie frisch verliebt. Kate Walsh zeigt sich schmusend mit ihrem Freund Chris Case in Miami Beach. Die 46-Jährige macht eine super Figur im Bikini. Verschont von einem typischen weiblichen Problem ist Kate aber auch nicht. Wie viele anderen Frauen auch, kämpft Kate Walsh mit Cellulite. Auf ihren Body darf sie aber stolz sein! Sie baden im Meer, küssen sich und kuscheln verliebt. Kate und Chris lassen sich von den Fotografen nicht weiter stören. Gut gelaunt planscht die Schauspielerin in den Wellen. Kate hat einen beneidenswert fitten Body und laut eigener Aussage auch viel Glück: ?Ich pflege meine Haut sehr gut. Und ich habe gute Gene, meine Mutter hatte schon tolle Haut.? Nur, wenn man ein bisschen genauer hinschaut, sieht man ein bisschen Cellulite an ihrem Po und […]
- Pornhub startet VR-Kanal: hüpfende Brüste in 3D und 360°-Rundumblick
Über eine Milliarde US-Dollar Umsatz sollen Virtual-Reality-Pornos bis zum Jahr 2025 bringen – das meinen zumindest die Analysten der renommierten Investmentbank Piper Jaffray. Kein Wunder, dass nun in diesem Jahr mit den ersten besseren VR-Headsets auch das Rennen um die Nutzer die Fahrt so richtig aufnimmt. So hat nun Pornhub, mit über 21,2 Milliarden Visits im vergangenen Jahr die beliebteste Porno-Seite im Web, eine Kooperation mit dem Pionier in Sachen Virtual-Reality-Porn-Filmen, BaDoinkVR, bekannt gegeben: Pornhub bietet ab sofort die neue VR-Erfahrung jetzt auch noch kostenlos an. Der extra dafür neu eingerichtete VR-Kanal wird in den USA zudem noch von einer Marketing-Aktion begleitet, bei der Pornhub 10.000 Google Cardboard verschenkt (via ). Pornhub and @badoinkofficial are giving you the first ever free virtual reality porn! https://t.co/FeIeRlQiYw pic.twitter.com/0xkRDLDgJA ? Pornhub ARIA (@Pornhub) 23. März 2016 Optimiert für Smartphones Der VR-Porno-Kanal wird vorrangig […]
Essen und Stil: Veganer sind auch Menschen – mit Superfood-Atem
Ich habe mich einen ganzen Tag zu den Fleischhassern gesellt. Und fand Besserwisser unter den Besseressern, aber auch tolerante Veganer wie Moby, der aus Überzeugung „Bienenkotze“ nascht. Von Ariane Sommer
Eins muss mal gesagt werden: Nicht alle Veganer sind militante Arschlöcher.
Wir sind auch nur Menschen. Klar ist es einfach, sich über Veganer lustig zu machen, mit ihren Ansichten zu Daunenmänteln und dem penetranten Spirulina-Superfood-Atem. Allerdings können Omnis (vom englischen Omnivore, Allesfresser) auch ziemlich nervig sein. Etwa mit ihren Kommentaren über die armen Mäuse, die in den Sojabohnenfeldern während der Ernte verenden. Oder mit ihren Witzen. Kennen Sie den? Wie viele Veganer braucht man, um eine Glühbirne auszuwechseln? Zwei: Einen, um sie auszutauschen und einen, um nach versteckten tierischen Inhaltsstoffen zu suchen? .
Natürlich gibt es Veganer wie Bob, der auf diversen Internetforen kundtut, dass die armen Kinder in Afrika sich lieber vegan ernähren sollten, anstatt die Milchpulverpaste, welche Unicef ihnen schickt, zu essen. Mit so jemandem will man nicht in einem Atemzug genannt werden. Und wenn ich ehrlich bin, fällt es mir ohnehin schwer, mir das Label „vegan“ aufzukleben. Denn dafür müsste ich tatsächlich zu 100 Prozent auf alle Produkte verzichten, die in irgendeiner Form tierischen Ursprungs sind oder in deren Entstehungskette irgendwann ein Tier zu Schaden gekommen ist.
Corvette und Knochenleim
Ich habe zwar kein Ledersofa, aber auch keine Ahnung, ob meine Möbel vegan sind oder durch Knochenleim zusammengehalten werden. Und in meiner 1972er Corvette Stingray befinden sich immer noch die original Ledersitze. Ich esse nach wie vor Bienenkotze, besser bekannt als Honig und benutze dieselbe Pfanne, in der mein Mann sein wöchentliches Hähnchen brät, um meinen Seitan zu sautieren.
Und Teddy, der Terrier, den wir über eine Tierschutzorganisation adoptiert haben, frisst zwar veganes Hundefutter (Welcome to L.A.!), aber mein Mann besteht darauf, eben erwähntes Hähnchen mit ihm zu teilen. Für mich ist das kein Scheidungsgrund. Deswegen bevorzuge ich, was mich anbelangt, die von mir kreierte Bezeichnung AVAP: As Vegan As Possible. Wie es ist, einen ganzen Tag als Hardcore-Veganer zu verbringen (meine Corvette ausgenommen), und zwar in Los Angeles, der Hochburg moderner Nahrungsneurosen, habe ich im Selbstversuch erprobt.
8:00 Uhr, Café Gratitude, Venice: Bei vielen Menschen lösen vegane Restaurants Assoziationen mit auf Sandalen herumschleichenden Dreadlockträgern aus, die ein wenig streng riechen. Der Look der Gäste im Café Gratitude ist allerdings High Heels (die Damen) und Rolex (die Herren). Zwei Tische von mir entfernt schlürft Anne Hathaway einen „Cool“. So heißt ihr geliebter Minz-Schokoladenchip-Shake. Sämtliche Gerichte im Gratitude tragen lebensbejahende Namen wie „I am Love“, oder „I am Magical“. Die Zutaten sind vegan, bio, fair gehandelt. Erleuchtung und Selbstbewusstsein gibt es gratis als Beilage.
Ich bestelle die Rohkost-Cashew-Crêpes „I am Fantastic“ beim Kellner. „Of course you are“, sagt er und stellt mir die Frage des Tages: „What are you grateful for?“ Ich bin dankbar, nicht am Nebentisch zu sitzen. Da geht es nämlich wenig Zen zu, denn es entbrennt gerade Streit zwischen einem Veganerpärchen und einem befreundeten Omni. Letzterer wird wegen seiner Cowboystiefel (Leder!) von den Veganern zur Schnecke gemacht.
Darauf fragt der erboste Omni die Veganer, wie sie es denn mit sich vereinbaren könnten, ihre Hunde mit Fleisch zu füttern. Die Veganer-Frau giftet zurück, er sei ein blödes Schwein, sie würde zur Not sogar mit eigenen Händen eine Kuh erwürgen, um ihre Babies (die Hunde) zu füttern. Der Omni-Mann steht auf und geht. Ob aus dem Café oder an die Bar, um ein Beruhigungs-Elixier zu bestellen, ist ungewiss. Besser erst einmal Weizengras über die Sache wachsen lassen.
8:45 Uhr, Moon Juice, Venice: Nach dem Frühstück gönne ich mir schräg gegenüber vom Gratitude einen Kürbiskernsaft im Moon Juice. Schräg ist hier auch das Publikum. Vor mir am Tresen steht ein blondbärtiger Turbanträger, der minutenlang glückselig in die Auslage getrockneter Algen lächelt. Ich lasse mich dazu hinreißen, fünf Dollar für ein zwei Bissen großes Stück Sonnenblumenkern-„Käse“ zu zahlen.
Er schmeckt wunderbar, das aber leider nicht lang. Die Besitzerin von Moon Juice hört übrigens völlig ironiebefreit auf den schönen Nachnamen Bacon. An Speck erinnere ich mich aus früheren Tagen gut. Er schmeckte großartig. Mit dem Geschmack von Fleisch hatte ich auch nie ein Problem. Zum Glück gibt es inzwischen für alles eine fleischlose Alternative. So wie im Viva La Vegan, dem größten veganen Supermarkt der Welt.
9:30 Uhr, Viva La Vegan, Santa Monica: „Die schmecken gut!“, ermuntert mich der Verkäufer, als ich eine Packung vegane Kondome (bei der Herstellung regulärer Latex-Kondome wird häufig Casein, ein Milcheiweiß, verwendet), Geschmacksrichtung Goji-Beere, begutachte. Zur Wahl stehen auch Blaubeere und Maulbeere. Cervelat gibt es nicht. Zum Hummerersatz in meinem Einkaufswagen gesellt sich ein Glas veganer Kaviar. Der besteht unter anderem aus Algen. Die glibberigen Kügelchen platzen beim Draufbeißen genauso wie das Original.
Überhaupt ist das Kau-Erlebnis das Wichtigste, klärt mich die Dame am Werbestand von Beyond Meat auf. Die Firma spezialisiert sich auf Hühnerstreifen ohne Huhn. „Der Geschmack war relativ einfach nachzuahmen, an der Textur haben wir länger gearbeitet“, bestätigen mir die Beyond-Meat-Gründer Ethan Brown und Brent Taylor, die von der tüchtigen Angestellten auf meine Fragen hin, sofort angerufen wurden.
Die größte Herausforderung sei nach wie vor, Männer davon zu überzeugen, dass der Huhn-Ersatz kein Essen für Weicheier ist, so Brown, der den Tieren zuliebe seit dreizehn Jahren vegan lebt. Taylor hingegen ist Flexitarier und isst ab und zu noch ein Stück Bio-Fleisch. Er ernährt sich nicht wegen des Tierschicksals (fast) fleischlos, sondern wie viele andere Veganer auch, aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit und der Umwelt zuliebe.
10:30 Uhr, irgendwo im zäh fließenden Verkehr von L.A.: „Aus welchem Grund jemand auf Tierprodukte verzichtet ist mir letztlich egal“, erzählt mir mein Bekannter, der Musiker und passionierte Veganer Moby, am Telefon. „Es ist doch großartig, als Tierschützer so viele unterschiedliche Ansätze zu haben, mit Menschen über Veganismus zu sprechen.“ Ob man nun wegen des Klimawandel oder aus dem Wunsch nach einem gesunden und langen Leben ins Gespräch komme, interessiere ihn nicht, sagt Moby, hauptsache, die Bewegung werde vorangetrieben.
Honig ist die einzige Ausnahme, die er sich gestattet. Warum? „Weil ich Bienen liebe“, sagt Moby: „Auf der ganzen Welt sterben derzeit Kolonien ab, weil große Honiguntermen aus Kostengründen im Winter die Bienen töten. Nachhaltige Imker helfen, Bienen zu schützen.“ Neben Musiker Travis Barker und Schauspieler James Caan ist Moby Investor des veganen Promi-Restaurants Crossroads. Erst letzte Woche, sagt er, hätten Paul McCartney, Johnny Depp und Ronnie Woods gemeinsam dort gegessen. Auch Oprah Winfrey schaue regelmäßig vorbei. „Komm doch heute Abend zum Dinner,“ sagt Moby. Mache ich!
11:00 Uhr, Earthbar, West Hollywood: Sicher ist sicher, denke ich, als ich die Hosen im Behandlungszimmer herunterziehe und mir einen Schuss Vitamin B setzen lasse. Angeblich leiden wir Pflanzenfresser alle an Vitamin-B-Mangel. Vor allem solche Veganer, die selbst auf Hefe (die armen Bakterien!) verzichten. An der Bar beim anschließenden L-Carnitin Drink (für die Fettverbrennung) klagt mir eine Freundin ihr Männer-Leid.
Das letzte Date der Vollblutveganerin ging voll daneben. Zuerst war alles in Kokosbutter. „Aber zum Dessert?“, hier stockt ihr Atem, „hat er Panna Cotta bestellt“. Mit Fleischeslust nach dem Essen war dann natürlich nichts. „Ich konnte ihn einfach nicht küssen.“ Seitdem geht sie keine Risiken mehr ein. Männer lernt sie jetzt auf www.veggieconnection.com kennen.
Ihr Nutzername dort ist „Wild Carrot“. Gerade hat sie Post bekommen. CRAZYJUICE schreibt ihr, dass er eine Frau sucht, für gemeinsame Saftkuren und Obstspiele. Schnell löschen. Vielversprechender klingt da READYTOLOVEYOU, der seine Leidenschaft fürs Gesichterlesen entdeckt hat und absolut nicht religiös, dafür aber sehr spirituell ist. Er arbeitet als makrobiotischer Berater und verkauft auf dem Wochenmarkt hausgemachte Falafel. Er möchte eine Frau treffen, die „NICHT (!)“ wütend oder verbittert ist und sein Interesse für Meditation teilt.
13:00 Uhr, MAKE, Santa Monica: Im veganen Gourmet-Tempel MAKE treffe ich den früheren Ironman-Triathleten Brendan Brazier. Sportliche Extremleistungen und erfolgreiches, stressfreies Leben durch pflanzliche Ernährung sind sein Credo. Der Unternehmer ist Gründer der Nahrungsergänzungsmittelmarke Vega und Erfinder der Thrive-Diät, die er in seinen Bestsellern erklärt. Sein Buch „Vegan in Topform“ ist nun auch in Deutschland erhältlich. Nebenher berät er Hollywoodstars wie Hugh Jackman in Ernährungsfragen. Seine Strategie: „Wer sich optimal ernährt hat mehr Energie, schläft weniger und erholsamer, kann sich besser konzentrieren und ist produktiver.“
Während unseres Gesprächs vertilgen wir die sogenannten Pieces de Resistance der veganen Küche: Lasagne, Käseplatte und Schokoladenganache-Torte. Alles Rohkost, alles vegan, alles hervorragend. „Das kannst Du auch selber machen“, sagt MAKE-Besitzer und Koch Matthew Kenney, der aufgrund meiner bis in die Küche dringenden Aaahs und Ooohs vorbeischaut. Er lädt mich in die hauseigene Akademie ein.
14:30 Uhr MAKE Academy: MAKE Academy klingt zwar martialisch, dort herrscht aber Friede, Freude, Tofukuchen. Über vier dutzend Menschen aus ebenso vielen Ländern kommen jeweils für einen Monat nach L.A., um von Kenney zu lernen, wie man auf hohem Niveau vegane Rohkostgerichte zubereitet. Ich melde mich für den Wochenendkurs „Rohkost: Käse, Schokolade und Desserts“ an.
16:30 Uhr, L.A. Vegan Crepe, West Hollywood: Veganer Lifestyle ist schön und gut. Wie aber einem Massenpublikum die Lebensphilosophie näherbringen, ohne dass sich gleich die Nackenhaare kräuseln? Um diese Frage zu beantworten, treffe ich mich mit Gary Smith und seiner Partnerin Kezia Jauron, die gemeinsam die nachhaltige PR-Agentur Evolotus betreiben. Zu den ausschließlich veganen Marken, die sie vertreten, zählen die Speiseeismarke Coconut Bliss, Autoren wie Ruby Roth (gerade in Deutschland mit ihrem Buch „Vegan aus Liebe“ am Start) und Non-Profit-Organisationen wie Animal Defenders International. „Das wichtigste ist, unseren Klienten zu erklären, wie sie ihre Story und ihr Produkt in den Medien verkaufen“, erzählt Smith.
„Tierschutzthemen müssen mainstreamiger verpackt werden“, ergänzt Jauron. Um in den Medien gehört zu werden, dürfe ein Produkt oder ein Anliegen das Publikum nicht beleidigen oder Werbepartner abschrecken. Tierleid, sagt Smith, werde in unserer Kultur unter den Teppich gekehrt. Jeder wisse darum, aber wenn es angesprochen werde, sei es ungefähr so, als ob man auf einer schicken Party in den Pool kotze. Jauron sagt: „Die Menschen wollen ihre selektive Wahrnehmung bestätigt haben.“ Deshalb verpacke man Tierschutzthemen besser als Verbraucherschutz.“
18:00 Uhr, Monocle Tattoo, Fairfax: Ich bin mit James Spooner verabredet, dem einzigen veganen Tätowierer in Los Angeles. „Tattoos sind nicht vegan?“, frage ich etwas perplex. „Es gibt Tinte, die nicht vegan ist. Außerdem verwenden viele Tätowierer Seide. Auch in den Salben und Cremes finden sich häufig Tierprodukte. Deswegen stelle ich meine eigenen Lotionen her.“ Spooner ist seit 21 Jahren vegan. „Damals war ich ein selbstgerechter kleiner Idiot. Wenn du Fleisch gegessen hast, warst du für mich Abschaum. Heute denke ich, es gibt niemanden, der 100 Prozent vegan leben kann.“ Zum Beispiel trügen viele Veganer Schuhe der Marke Converse, die zu Nike gehört, also zu einem Unternehmen, das auch Leder verwendet. „Wer Flieger oder Züge benutzt, fördert ebenfalls Unternehmen, die Tierprodukte servieren“, sagt Spooner.
19:00 Uhr: Kurz vor dem Date mit meinem Mann kaufe ich ihm online ein Geschenk. Bei The Brave Gentleman bestelle ich die Visionary Boots. Die werden aus handgestreichelter italienischer Mikrofaser gefertigt. Mit 304 US-Dollar nicht ganz billig. Dafür sehen sie toll aus, keine Müslilatschen, und sie können mit seinen Designer-Schuhen mithalten.
19:30 Uhr, Crossroads, West Hollywood: „Und, wie war dein Hardcore-Veganer-Tag?“, fragt mich mein Mann, während wir einvernehmlich einen Buffalo Trace Bourbon (ohne Fischblasenextrakt, Gelatine oder Eiweiß gefiltert) trinken. „Gar nicht mal so hart“, sage ich. Klar gibt es Besserwisser unter den Besseressern. Allerdings sind sie in der Minderheit. An ihre Stelle treten immer mehr junge und tolerante Pflanzenfresser. „Sozusagen Laissez-Faire-Veganer“, flachst mein Mann. „Genau.“ Sage ich. Und: „Kennst du den? Wie viele Fleischfresser braucht man, um eine Glühbirne auszuwechseln?“ Er zuckt die Schultern. „Keine! Sie würden lieber im Dunkeln sitzen.“
Ariane Sommer schreibt auch für die Lifestyle-Seite „Red Carpet“ eine Hollywood-Kolumne. Zu der gelangen Sie mit einem Klick HIER.
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